Matcha, grüner Pulvertee


Alles über Matcha, und Tips für Matcha Zubereitung und Einkauf

抹茶 Matcha ist ein aromatischer grüner Pulvertee, der aus sehr hochwertigem Teesorte  hergestellt wird. Die bekanntesten Anbaugebiete Japans sind: Uji in Kyoto, Nishio in Aichi, Shizuoka, und Kyūshū.
Die Art von Matcha Zubereitung kam aus China, wurde durch buddhistische Mönche nach Japan gebracht und bekannt gemacht. Nach einiger Zeit kam der Pulvertee in China aus der Mode, und es blieb bei der Teeblatt-Kultur.

In Japan dagegen spielt Matcha seit Jahrhunderten eine enorm große Rolle, bei Chanoyu, der japanischen Teezeremonie, und seit einigen Jahrzehnten auch als  beliebte Zutat für Süßigkeiten.
Die japanische Teezeremonie wird 茶の湯 Chanoyu oder 茶道 Chado genannt.
Chanoyu bedeutet „heißes Wasser für Tee“, Chado „der Weg des Tees“.
Damit ist die Lebensart und die Begegnung mit dem Tee und der damit verbundenen Zen Philosophie gemeint: Man ist nie fertig mit dem Lernen, höchstens ein Stückchen weiter auf dem Weg des Tees.

Was mich sehr beeindruckt hatte, als ich anfing mich für Teezeremonie zu interessieren(beeindruckend ist alles, was damit verbunden ist, aber das ist mir ganz besonders haften geblieben), schon im 16 Jahrhundert war es in Japan üblich, das sich verfeindete Kriegsherren zusammen zu einer Teezeremonie begaben.
Der Eingang zum Teerhaus ist sehr niedrig angelegt, so muss sich jeder tief verbeugen, um einzutreten: die weltlichen Machtpositionen werden abgelegt, draußen gelassen und  im Teehaus sind alle gleich.
So könnten auch die verfeindeten Parteien zusammen an einer Teezeremonie teilhaben. Ist das nicht wunderbar? In dieser Zeit haben wir uns wegen Kleinigkeiten die Köpfe eingeschlagen und mit den Händen gegessen… ;-)
Mehr über die Teezeremonie werde ich eines Tages vielleicht schreiben,momentan weiß ich einfach noch zu wenig, das ist ein sehr ausführliches Thema (womit man auch einen ganzen Blog füllen kann).Hier wollte ich auf den Matcha selbst, die Zubereitung und die Qualität eingehen.

Matcha wird aus einem besonderen Teesorte von sehr hoher Qualität  gemacht, dem 碾茶 Tencha. 2-4 Wochen vor der Ernte werden die Teesträucher der Camelia Sinensis mit Netzen(Kabuse) überschattet, das stoppt das Wachstum, regt die Produktion von Chlorophyll an, die Blätter werden dunkelgrün und entwickeln Aminosäuren, die für den süßen und aromatischen Geschmack verantwortlich sind.
Die Ernte wird von Hand durchgeführt, nur die feinsten, zarten Blätter werden gepflückt.Das beeinflusst auch die Qualität und den Grad des Tees, umso zarter die Blätter, (teilweise werden nur Blattspitzen verwendet) umso höher die Qualität, und umso besser der Geschmack.Danach werden die Tencha Blätter angedämpft, und zum Trocknen im Schatten ausgebreitet, nie in der Sonne.
Gemahlen werden die Blätter in speziellen Granitstein Mühlen. Um 30g Matcha herzustellen, wird der Tencha ein ganze Stunde lang gemahlen, die Matcha Partikel müssen ganz besonders fein sein.
Die hohe Qualität des Tencha und die aufwendige Verarbeitung bewirken den recht hohen Preis. Dieser ist auch stark von der Qualität abhängig, und da gibt es teilweise enorme Unterschiede.

Um Matcha richtig genießen zu können, braucht man folgende Utensilien:

茶碗 Chawan

die Matcha Schale, Chawan gibt es in 2 Hauptformen, den tiefen, recht hohen Winter-Chawan, und einen flachen, breiten Sommer-Chawan (so kann der Tee schneller abkühlen, umgekehrt im Winter).
Chawan können nach den Meistern, die sie geschaffen haben, benannt werden. Unregelmäßigkeiten sind erwünscht, das ist auch das „Gesicht“ der Schale. Man trinkt nicht am „Gesicht“, die Schale wird immer auf eine bestimmte Art und Weise gedreht, und auch betrachtet, um die Wertschätzung zu zeigen.
Chawan können ein Vermögen kosten, sie werden nach der Art der Herstellung und des Stilles benannt, z.B. Raku oder Hagi(der weisse Chawan Bild oben) Oribe(der schwarze Chawan unten, leider kann man es nicht gut erkennen).
Kleinere Chawan Schalen sind für Teezeremonie draußen gedacht, sie werden in eine spezielle Teebox, die Chabako heißt, gelegt, zusammen mit Chasen und Chashaku.
Anstelle eines Chawan kann man natürlich auch eine Keramikschale verwenden, sie sollte nur groß genug sein, für den Chasen und die Bewegung beim Aufschlagen.

茶筅 Chasen

Ein chasen ist der  Bambusbesen mit dem der Tee schaumig geschlagen wird, es wird in Handarbeit aus einem Stück Bambus geschnitzt. Chasen haben eine hohe Wertstellung, wie alle mit dem Chanoyu verbundenen Gegenstände, sind sie viel mehr als nur einfache Werkzeuge.
Wenn man Gäste zu einer Teezeremonie einlädt, verwendet man einen ganz neuen, ungebrauchten Chasen( das kann man an der „Drehung“ sehen) um dem Gast die Wertschätzung zu zeigen. Außerdem gibt es spezielle Chasen für zeremonielle Zwecke und einfachere, für den täglichen Gebrauch oder für Teeschüler zum Üben.

Nach der Matcha Zubereitung wird der Chasen auf einen Chasentate aus Keramik zum Trocknen gestellt(Bild mitte,hell grün) so behält er seine Form. Man kann den Chasen in einem Chasen Zutsu, “chasen-aufbewahrung-ding” aufbewahren ( ich weiss den deutschen Namen nicht). Auf dem Bild ist das kleine Set zu sehen, ein flaches Hira-Natsume (Teedose)und Kogo(incense container). Diese Sets werden in einem Chabako, kleine Tee-Truhe aufbewahrt.
Es wird aber kein “Beinbruch” wenn man den Chasen einfach erstmal hinstellt und gut trocknen läßt.
Alte, gebrauchte Chasen werden nicht einfach in den Müll entsorgt: sie werden in einem Shinto Schrein bei einer Zeremonie den Göttern geopfert und verbrannt.

茶杓 Chashaku

ist der kleine, schmale Teelöffel mit dem Matcha portioniert wird. Auch dieser wird aus einem Stück Bambus geschnitzt. Meistens sind sie einfach, es gibt aber auch sehr kunstvolle, mit Urushi-Lackierung geschmückte oder berühmte, die ein Teemeister verwendete.
Der Löffel kann nur eine bestimmte Menge Tee aufnehmen und ist eine Art „Maßeinheit“ (in vielen Rezepten liest man: „1-2 Chashaku voll“ bei Mengenangaben für Matcha)

茶器 Chaki

ist die Teedose zu Aufbewahrung des Tees, eine mehr bekannte Form davon ist das Natsume. Natsume wird für den Usucha verwendet, für Koicha nimmt man eine Chaire Teedose.
Natsume ist aber, im Gegensatz zu einem Chasen, nicht zwingen notwendig, wenn man den Tee einfach nur trinken möchte. Vor der Zubereitung sollte Matcha immer gesiebt werden, bei einer Teezeremonie bewahrt man den bereits gesiebten Tee in eben diesen Teedosen. Sie sind nicht luftdicht und für eine längere Aufbewahrung ungeeignet.

Außerdem ist es schön und praktisch, folgendes zu verwenden, aber auch nicht notwedig: Yuzamashi, ein kleines Abkühlgefäß für das Teewasser und Kensui, ein Gefäß für das verbrauchte Wasser.

Matcha Zubereitung

Guter Matcha hat eine wunderschöne tiefgrüne Farbe, ohne gelb/bräunliche Töne. Der Duft und Geschmack sind sehr aromatisch, süßlich, je nach Grad, ohne oder mit nur ein wenig angenehmer Bitterkeit.

Ganz grob kann man Matcha in folgende Qualitäten unterteilen: Matcha zum Trinken und zum Kochen. Wiederum die Trinkqualität wird in folgende unterteilt: Matcha für zeremoniellen Bereich, für  Koicha und Usucha, und einfacherer Trink-Matcha, welcher mehr für den täglichen Gebrauch geeignet ist.
Für 濃茶 Koicha, den „dicken Tee“ werden ausnahmslos die höchsten Qualitäten verwendet.
Bei Koicha wird eine bestimmte Menge Tee(3 Chashaku) mit nur ganz wenig Wasser (ca. 40ml) aufgeschlagen, das geschieht mit einem speziellen Koicha-Chasen.Der Tee ist dickflüssig wie warme Schokolade, und soll fantastisch schmecken.
Um einen Koicha zu zubereiten, braucht man einen dafür geeigneten Matcha, und vor allem die richtige Technik. Der Tee wird auf eine ganz besondere Art und Weise geknetet, wird dieser nicht richtig zubreitet, schmeckt Koicha nicht. Das muss man richtig erlernen, ich glaube nicht, dass man sich das „einfach so“ selbst beibringen kann(schon versucht- und gescheitert).
Hat man den Koicha getrunken, wird noch mal aus den „Rückständen“ im Chawan ein Usucha zubereitet.

薄茶 Usucha, der „dünne Tee“  ist die Matcha Zubereitung, die die meisten von uns kennen. 1-2 Chashaku voll werden mit 70ml Wasser schaumig aufgeschlagen. Der Matcha ist dünnflüssig und hat eine smaragdgrüne Farbe.
Alle Matcha Sorten  können als Usucha zubereitet werden, aber nur die speziell dafür bestimmten als Koicha.
Die Qualität des Wassers ist enorm wichtig, für alle japanischen Teesorten.
Hartes, kalkhaltiges Wasser würde den Geschmack negativ beeinflussen.
Am besten weiches oder stilles Wasser verwenden, ich nehme gerne Volvic.
Das Wasser zum Kochen bringen und in einen Yuzamashi, ein kleines Abkühlgefäß gießen, und auf 80-70°C im Sommer und 75-85°C im Winter abkühlen.
Bei hoher Teequalität kann die Temperatur ein wenig höher sein, bei niedrigeren Graden lieber mehr abkühlen lassen, auch wenn man sich über die Qualität des Tees nicht sicher ist. Sonst könnte der Matcha unangenehm bitter schmecken.

Den Chawan vorwärmen, dazu kochendes Wasser einfüllen, kurz stehen lassen, und das Wasser in den Kensui (Brauchwasserschale) entsorgen.
Den Chasen ins heiße Wasser stellen, so wird der Bambus biegsam und bricht nicht so schnell ab.
Matcha sollte vor dem Trinken unbedingt gesiebt werden, dafür gibt es spezielle, sehr feine Siebe, Matcha Furui, meistens sind es gleichzeitig Dosen für die Aufbewahrung des gesiebten Tees. Die Dose hat ein sehr feines Sieb, durch dieses wird der Matcha mit einem kleinen Spatel durchgedrückt.Viele der Dosen eignen sich aber nicht für längere Aufbewahrung, da sie nicht luftdicht sind. Ich habe meine von Chanomiya, diese ist sehr gut, man kann den Deckel fest zudrehen. Aber auch bei solchen Dosen sollte der Matcha immer frisch gesiebt werden.
Dann das Teepulver abmessen, zwei Chashaku voll , sieben und in die Matchaschale geben.

Higashi, nicht selbstgemacht.

Mit leicht abgekühltem Wasser übergießen, und  mit kreisenden Bewegungen den Matcha aufschlagen, bis ein feiner, leichter Schaum entsteht, so 20-30 Sekunden. Den Chasen in der Mitte der Matchaschale rausnehmen, damit eine kleine Erhebung entsteht. Der Schaum sollte fein sein, keine großen „Blasen“. Trinken und genießen. Mehr  zu Matcha Zubereitung(Bilder): Koyama En, englisch

Der Geschmack eines guten Matcha ist tief und aromatisch, mit herrlichem Duft, er sollte eine Art von „Süße“ haben und nicht bitter schmecken.
Zu Matcha passen natürlich am besten Wagashi, beide zusammen sind wirklich etwas Besonderes.
Traditionell werden zum Usucha Higashi, kleine “trockene” gepresste Süßigkieten serviert, zu Koicha Jo-Namagashi, aus Koshian(süße Bohnenpaste).
Mein Matcha ist leider auf keinem der Bilder gut aufgeschlagen(zu große Blasen).Nach dem -zigsten Versuch und  Foto gab ich auf (bin aus dem Gleichgewicht). ;-)

 

Matcha Qualität

Die Qualität hängt sehr stark von folgenden Faktoren ab: die Qualität des Tencha; es gibt immer wieder Matcha, der einfach aus Sencha hergestellt wird, das ist nicht richtig. Guter Matcha wird nur aus Tencha gemacht, aber auch hier gibt es Qualitätsunterschiede, je nachdem welche Blätter verwendet werden.
Das Mahlen: Matcha wird in Granitmühlen gemahlen, billige Sorten werden oft in Maschinen „zerhäckselt“, das hat nichts mit Matcha zu tun.
Die Aufbewahrung und luftdichte Verpackung sind auch sehr wichtig.
Guten Matcha erkennt man an der tiefen, jade-grünen Farbe, keine gelb/braunen Töne sollten/dürfen vorhanden sein. Der Duft sollte aromatisch und stark, der Geschmack mild und tief sein, und nicht besonders bitter.
Ein befreundeter Japaner, der Teezeremoniebedarf in Osaka verkauft, sage mir vor einiger Zeit schon: „guten Matcha erkennst Du an der Verpackung. Das Pulver ist in kleinen Dosen versiegelt, wie eine Cola.“ Kater fragte, als er dies zum ersten Mal sah: „Bierdosen? Matchabier? ;-)
Wenn man die Lasche abzieht, gibt es ein „poof“ und eine kleine Pulverwolke und herrlicher Duft kommen einem entgegen(das nennt man “ooika”).Matcha sollte unbedingt im Kühlschrank aufbewahrt werden, ungeöffnete Packungen sogar im Tiefkühlfach.
Was Kochmatcha anbetrifft, da ist die Qualität  robuster und wesentlich kräftiger als die eines Trinkmatcha.Das ist auch richtig so, würde man Trinkmatcha beim Kochen oder Backen verwenden, wäre es nicht nur ganz schön kostenintensiv, man würde den Matcha Geschmack kaum wahrnehmen. Durch Zugabe von Zucker oder Milch würde dieser zu sehr in den Hintergrund treten. Höchstens, man möchte etwas sehr pures, wie z.B. dieses Kuzu Jelly herstellen, wenn man dieses mit sehr wenig Zucker haben möchte, wäre hier Verwendung eines Trinkmatcha (aber auch keine sehr hohe Qualität) empfehlenswert. In den meisten Rezepten sollte es jedoch unbedingt Kochmatcha sein.

Hat man einen „Trinkmatcha“ erwischt, der nicht so gut ist, diesen kann man natürlich auch verwenden, je nach der Art, ein wenig höher dosieren. Mache ich zurzeit, nach meinem ausgiebigen Test habe ich wirklich einige Matcha (alles Ausland), die ich nicht trinken möchte, wird alles in Süßigkeiten enden.

Lust auf Rezepte mit Matcha? Hier gibt es einige davon, und es werden immer mehr: Matcha Eiscreme, Matcha Kuchen, Matcha Tiramisu…

茶銘 Chamei, Matcha Namen

Matcha Sorten sind oft nach der Mischung mit einem bestimmten Namen versehen, die meistens sehr poetisch klingen, wie  Seijo-no-shiro oder Ten(der Himmel). Diese Namen haben einen Oberbegriff, Chamei, Teenamen. Auch Teeschüler können einen „Teenamen“ bekommen.

Matcha und Gesundheit

Matcha-Trinker kommen in den Genuss des ganzen gemahlenen Teeblattes und können somit eine höhere Konzentration an Antioxidanten, Vitaminen, Mineralien und Ballaststoffen des Grüntees aufnehmen. Bei normalem Teeaufguss werden ca. 10-20% der Inhaltstoffe aufgenommen, bei Matcha alle.

In Matcha(und vielen anderen Grünteesorten) ist sehr viel Teein enthalten, das ist der gleiche Stoff wie Koffein, der andere Name ist nur Aufgrund der verschiedenen Freisetzung im Körper. Matcha wurde schon vor langer Zeit von buddhistischen Mönchen zur Meditationszwecken gebraucht, da es wach hält und die Konzentrationsfähigkeit verbessert, aber anders als Koffein. Die Koffeinwirkung von Matcha setzt später ein und wirkt andauernder, dieser „Kick“ entfällt, der manchmal bei Koffein spürbar ist, und einen „tatterig“ und nervös machen kann. Man kann nach Matcha Genuss auch schlafen, es wirkt einfach nicht so aggressiv wie Koffein (wenn man natürlich 15 Schalen zu sich nimmt, da wird man auch im Bett „stehen“ ;-) ).

Matcha kann rund 10- bis 15-mal mehr Inhaltsstoffe aufweisen als alle herkömmlichen Teesorten und hat besonders viele Antioxidantien. Mit 1573 Einheiten weist Matcha den bis dato höchsten bekannten Wert an Antioxidantien in einem natürlichen Produkt auf.
Ich habe vor einiger Zeit einen Bericht gelesen, über eine an Krebs erkrankte Japanerin, die durch den grünen Tee Genuss wieder gesund geworden ist (natürlich nicht nur). Anscheinend ist die Wirkung der Antioxidantien sehr positiv bei Erholung von bestimmten Krankheiten(die besagte Frau wurde operiert, Magenkrebs, dadurch konnte sie kaum etwas essen, sie trank aber sehr viel grünen Tee und wurde wieder ganz gesund, obwohl vorher die Chancen dafür als relativ gering angesehen worden sind).

Matcha kaufen

Mittlerweile sieht man immer mehr Matcha in vielen Teegeschäften. Hier muss man wirklich ein wenig vorsichtig sein, was mir schon teilweise als „Matcha aus Uji“ verkauft worden ist, das war wirklich unverschämt. Viele billige Matcha Sorten kommen aus China/Taiwan, diese sind höchstens zum Backen geeignet.

Guten Matcha, den ich persönlich wirklich gut finde, kann man in Deutschland bei Chanomiya(von Koyamaen) und Aiya bekommen (hier geht es um die „Marke“, nicht ein Geschäft).

Marukyu Koyamaen/Chanomiya

Der Name Koyama En bedeutet: „der kleine Garten des Berges“.
Koyamaen ist ein sehr traditionsreicher, über Generationen geführter Matcha Hersteller, seit der Genroku Ära(1688-1704). Der Sitz des Unternehmens und Anbaugebietes ist in Uji, Kyoto.

Das Unternehmen ist eine Matcha Größe in Japan, sie beliefern seit langer Zeit die Teeschulen der Urasenke, Omotesenke und Mushakōjisenke.
Das ist schon „ganz oben“, ich denke, es gibt nicht mehr allzu viele Firmen, die in Japan neben Koyamaen bestehen können. Vielleicht eine oder zwei(wenn überhaupt).
Der Matcha von Koyamaen wird regelmäßig in Japan mit Preisen ausgezeichnet, im Sortiment ist aber weit mehr als „nur“ Matcha, auch eine große Vielfalt an anderen Teesorten, wie Sencha, Hoicha, Gyokuro und mehr.
Der Matcha ist versiegelt, in kleiden Döschen. Koyamaen war mein „erster versiegelter“ Matcha, davor kannte ich nur den in den Tüten verpackten.
Koyamaen wird in Japan mit dem JAS Siegel zertifiziert(Japanese Agricultural Standard for Processed Food from Organic Agricultural Products).

Die Matchaqualitäten werden bei Koyamaen nach Usucha(dünner Tee) und Koicha(dicker Tee) unterteilt, manchmal auch nach den Vorlieben der Teeschulen oder besonderen Empfehlungen der Teemeister.
Es gibt auch Matcha, der für beide, dünnen/dicken Tee, geeignet ist.

Die Qualität des Matcha ist sehr hoch. Der Matcha ist wunderbar tief grün, sehr aromatisch, ohne Bitterkeit, richtig „samtig“. Die Sorten unterscheiden sich immer ein wenig im Geschmack, durch die große Vielfalt könnte ein Anfänger ein wenig überfordert werden, aber mit den “niedrigeren” Graden kann man nichts falsch machen. Wenn man auf der Seite von Koyamaen nachsieht, wird man festellen, dass dort die Liste der Matcha Sorten viel länger ist. Chanomiya führt nämlich die “unteren Grade” gar nicht, es fängt erst in der Mitte an.

Der einzige Online Shop, den ich momentan kenne, bei dem Koyamaen Tee erhältlich ist, ist Chanomiya. Den Koyamaen Matcha trinke ich schon seit 2 Jahren, ich kenne längst nicht alle Sorten . Verglichen mit vielen anderen, ist Koyamaen einer der besten Tees die ich bis jetzt hatte.
Unbedingt ausprobieren, man ist beim ersten mal wirklich erstaunt, wie ein „richtiger“ Matcha schmecken sollte, und wie groß der Unterschied ist.
Chanomiya führt “nur” eine Auswahl des Sortiments von Koyamaen, und ist mehr auf Teezeremonie ausgelegt. Kochmatcha ist leider nicht erhältlich, dafür sehr schönes Zubehör aus dem Bereich der Teezeremonie. Chanomiya führt außerdem eine sehr gute Auswahl an anderen japanischen Teesorten wie Senacha, Gyokuro, Genmaicha und andere, alles von Koyamaen.

Für den Anfänger würde ich den Matcha „Wako“ oder „Seijo no Shiro“ empfehlen.
Preislich geht es bei Chanomiya mit ca.11 Eu los, für 20g in sehr guter Qualität, das ist wirklich in Ordnung.
Ich denke, welchem Matcha man für 1-2 Rezepte(eben wie Kuzu Jelly) verwenden könnte, wäre der Matcha Yugen. Sonst würde ich eher zu einem „richtigen“ Kochmatcha raten, möchte man größere Mengen verwenden.

Hier ist die Website in Englisch und Japanisch, mit dem ganzen Sortiment: Marukyu Koyamaen Website

Aiya

Aiya ist ein Matcha Tee Produzent aus Japan,  mit Sitz in Nishio, Aichi.
Aiya bietet Matcha in mehreren Trinkqualitäten an, auch guten Kochmatcha. Außerdem gibt es bei Aiya andere japanische Teesorten wie Sencha, Kabusecha und Gyokuro. Alle Teesorten sind in zertifizierter Bioqualität (Biosiegel).Produziert wird Matcha bei Aiya seit 1888, seit 2003 auch auf dem europäischen und deutschen Markt erhältlich.

Ich durfte folgende Grade verkosten: Super Premium Matcha Ten, Premium Horai und Ceremonial Hikari.
Der Hikari Matcha(Hikari bedeutet Leuchten) ist mehr für den täglichen Bedarf gedacht, die Matcha Sorten Ten(Himmel) und Horei mehr für besondere Stunden oder Teezeremonie.
Der Aiya Matcha ist unglaublich mild, sehr aromatisch, ein wunderbarer Tee. Wunderschöne, leuchtend grüne Tasse, auch das Pulver, ich hatte wirklich ein wenig Probleme, dieses Grün mit meiner Kamera einzufangen, man muss das einfach mit eigenen Augen sehen. Jeder der Qualitäten hat mich wirklich überzeugt.

Der Matcha Geschmack ist intensiv, leicht süß und gleichzeitig sehr mild, keine Bitterkeit.Bis jetzt kannte ich nur einen einzigen Matcha, der so gut ist, von Koyamaen.
Was mich gleich bei Erhalt sehr positiv überrascht hat, war auch die hohe Qualität der Verpackung(luftdicht versiegelt).
Bei Aufmachen der Dose stieg mir der wunderbare Duft entgegen, als kleines  „Ooika“  Wölkchen.

Aiya würde ich jedem Anfänger und auch erfahrenem Matcha Trinker empfehlen.
Die ganz skeptischen könnten es auch mit dem Matcha Latte versuchen, das ist eine fertige Mischung von Matcha und Zucker, diese kann man sofort  in einem Matcha Milchshake oder Matcha Eistee genießen(ohne Chasen). Ayias  Mischung ist außerdem weniger süß und in Bioqualität. Man braucht dafür kein spezielles Zubehör, gut geeignet, wenn man den Matcha Geschmack noch gar nicht kennt.
Aiya hat außerdem 2  verschiedene Kochmatcha Qualitäten, Tsuki, ein wenig kräftiger und Fuku, milder. Ich habe schon ein wenig mit dem Matcha Fuku kochen dürfen. Für Shakes und Cremes ist dieser hervorragend, zum Backen empfehle ich den Kochmatcha Tsuki(am besten beide, wenn man Matcha-Süßigkeiten mag).

Aiya hat auch sehr schönes Teegeschirr, vor allem kleine Chawan Schalen, die ich sehr gerne mag, und die in Deutschland noch recht selten sind.
Man kann bei Ayia direkt bestellen, oder einfach darauf achten, viele Teegeschäfte führen mittlerweile Aiya Tee.

AIYA Website/Online Shop

Vielen Dank an die Firma Aiya und Geschäftsführer Thomas M. Grömer, für den wunderbaren Tee, den ich  kennen lernen dürfte!
Damit niemand einen „falschen Eindruck“ bekommt: Die Firma Aiya war unglaublich großzügig zu mir, und hat mir einige Matchasorten einfach zugeschickt, die ich ausprobieren konnte.
Ich wollte aber sowieso bei Aiya bestellen, weil ich seit länger immer wieder Matcha Sorten ausprobiere, und vor kurzem wurde ich auf diese Firma aufmerksam.
Das, was ich hier über Aiya schreibe, entspricht einfach der Wahrheit, und nicht weil ich „beschenkt“ worden bin. Es ist einfach ein wirklich empfehlenswerter Tee.
Ich würde sagen, einfach die Bilder ansehen, die verschiedenen Farben des Teepulvers und die Verpackungen. Die Farbe des Teepulvers ist wirklich so, das wurde nicht nachbearbeitet. :-)
Es gibt noch viele andere Firmen, die Matcha anbieten(siehe Bild unten), die meisten sind nur im Ausland erhältlich. Diese Shops würde ich vielleicht in einem späteren Artikel näher vorstellen. Hier war es mir vor allem wichtig, die Möglichkeiten zu zeigen, Matcha von guter Qualität in Deutschland zu kaufen.

Mit diesen Matcha Sorten wurde verglichen

Bilder sind alle von mir, nur Higashi Süßigkeiten habe ich nicht selbst gemacht, mein Teezeremonie Freund hat sie mir zugeschickt. Danke Shinichi-san!

Nachtrag von 20.04.2010
Letzendlich muss dies jeder für sich selbst entscheiden, ich würde aber vorschlagen, ein wenig die Kommentare zu diesem Artikel zu lesen,dort gibt es viele sehr gute Tipps anderer Matcha Liebhaber. Ich habe den Artikel ein wenig verändert, dies hat aber nichts mit der Qualität des Matcha zu tun.

Auf der Shopping Seite sind noch paar andere Einkaufsmöglichkeiten, diese Liste wird immer wieder ergänzt.

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