Mock Pork, vegetarisches Schweinefleisch

Mock Pork, vegetarisches Schweinefleisch

Fleischersatz  wie  “mock pork”( Schweinefleisch) oder “mock duck”(Ente) haben eine lange Geschichte, sie gehören eigentlich zu den traditionellen chinesischen Lebensmitteln. Gute, chinesische Restaurants, die auch vegetarische Kost anbieten stellen es oft selbst her, es gibt auch Restaurants (meistens  in China Town Bezirken), die hausgemachtes “mock pork”(und andere Sorten) zum Verkauf anbieten, leider kenne ich das nur aus den USA. In Deutschland habe ich davon noch nie gehört, wir haben nur die Möglichkeit, es in Dosen zu bekommen. Dieser Fleischersatz aus der Dose ist schon nicht schlecht,  man kann damit einige schmackhafte Gerichte zubereiten, wie  z.B. gegrillte Yakitori Spießchen oder würziges Schweinefleisch mit Paprika. Besonders lecker ist es aber hausgemacht, ich wollte auch schon immer wissen, wie dieser Fleischersatz eigentlich hergestellt wird. Das scheint aber ein gut gehütetes Geheimnis zu sein, eine wirklich sehr intensive(und lange) Internet Suche ergab leider gar nichts, ich fand zwar sehr viele Rezepte MIT aber kein einziges, welches erklärt, WIE es nun gemacht wird. Warum ich so verzweifelt nach diesem Rezept gesucht habe, erstens, ich kann es nur per Online Versand bestellen(was manchmal wirklich ärgerlich ist) und zweites,  ich mag den Geschmack der Brühe, in der das Fleisch aufbewahrt wird, nicht so sehr, außerdem stört mich auch die Verwendung von künstlichem Geschmacksverstärker. Der Hauptgrund war aber, ich hatte es mal in einem guten Restaurant gegessen, und fand es sehr köstlich.

Meine ersten Versuche mit Seitan haben mich ehrlich gesagt nicht so überzeugt(eigentlich gar nicht…), ich glaube aber, dass diese Erfahrung fast jeder Veganer mitmacht ;-) (oder mitmachen muss). Es gibt zigtausende Rezepte für Seitan Fleisch, leider sind viele davon enttäuschend, entweder stimmt die Konsistenz nicht(zu weich oder zu fest) oder der Geschmack oder beides. Ich habe außerdem auch noch einen ehemaligen Fleischfresser als Kritiker und bin selbst sehr wählerisch.
In meinen Büchern wurde ich nur zum Teil fündig(obwohl ich mir nur deswegen ein Buch über die traditionelle, vegetarische Küche Chinas zugelegt habe), in einem anderen Kochbuch(Miyoko Nishimoto Schinner, Japanese Cooking: Contemporary & Traditional) gab zwar ein Rezept für etwas ähnliches wie Mock Pork, leider erwies es sich als eine ziemliche Enttäuschung. Ich habe dann angefangen, es zu modifizieren, dabei waren die Angaben schon hilfreich, dadurch wusste ich nämlich, dass Mock Pork zuerst angebraten werden muss, erst dann wird es im Wasser gegart(im Gegensatz zu den traditionellen Seitan Rezepten, hier wird das Weizeneiweiss nur gekocht).

Lange Rede, kurzer Sinn- nach 5-6 Versuchen ist es mir tatsächlich gelungen, ein absolut fantastisches, super leckeres Mock Pork/Seitan Fleisch zu entwickeln. Es ist wirklich sehr gut, und hat genau die richtige Konsistenz. Das Rezept ist nicht allzu kompliziert, aber ein wenig zeitaufwendig und das “Vleisch” sollte unbedingt am Vortag zubereitet werden, damit es über Nacht ruhen kann(das verbessert den Geschmack und Textur sehr). Ich habe auch mal gelesen, dass Seitan beonders gut gelingt, wenn man Sojamehl verwendet, und habe das ausprobiert- es stimmt auf jeden Fall.  Das Mockmeat wird also zuerst ordentlich durchgeknetet, dann anbraten und anschließend in einer Kombu Brühe gegart, dabei lässt man die Flüssigkeit ganz einkochen.  Das fertige Mock Pork wird somit nicht in der Kochbrühe aufbewahrt, dadurch ist es fester und auch irgendwie “fleischiger”.  Es ist wirklich gut, unsere Lieblingspeise zur  Zeit ist ” japanisches Zwiebelfleisch”, mit vielen gebratenen Zwiebeln, gewürzt mit Sojasauce, Mirin und Sake. Wir essen es  am liebsten mit Pommes(jaaa, mit Backofen Fritten ;-) )  und einem Klacks vegane, japanische Mayo und Ketchup, es schmeckt aber auch hervorragend mit japanischem Reis und Tsukemono.

Grundrezept für hausgemachtes “Mock Pork”

Ergibt ca. 4-6 Steaks

100g Seitan-Fix(WeizenglutenPulver)
2 El Sojamehl
2 El  Hefeflocken
1 Tl Kombu Pulver oder Steinpilz Pulver(bei Gewürzen/Supermakrt)
1 große Knoblauchzehe
0,5TL Räuchersalz oder paar Tropfen flüssiger Rauch(liquid smoke)
110-120ml Brühe(aus Kombu und einigen getrocknete Pilzen oder 3-4 getrockneten Shiitake)
2 EL Shoyu, Sojasauce
1 EL natives Rapsöl

Die Brühe besteht aus 1 Stück Kombu und getrockneten Pilzen(eine handvoll), diese einfach für einige Stunden in 2/3 Tasse kaltes Wasser legen, dann rausnehmen(nicht wegwerfen, wird noch wieder verwendet!). Kombu und Pilze enthalten viel natürlichen Geschmacksverstärker(Umami), dieser ist für den guten Geschmack verantwortlich(mehr zum Thema vegetarische Kombu Dashi).

Seitanfix mit Sojamehl, Hefeflocken, Kombupulver, geriebenem Knoblauch und Räuchersalz vermischen. Anstelle des Kombupulvers kann man auch Steinpilz Pulver nehmen, das habe ich vor kurzem im Supermarkt entdeckt(gibt es bei Gewürzen). Das Kombu Einweichwasser mit Sojasauce und Rapsöl vermischen und zu den Seitanfix geben und gut durchmischen, für 1-2 Minuten kneten, bis das Gluten alle Flüssigkeit aufgenommen hat und sich Stränge bilden(das ist nicht zu übersehen, was ich hier meine, da entstehen solche “Fäden” beim Kneten). Den Seitan für 20 Minuten ruhen lassen(ganz wichtig), nach dieser Zeit noch mal kräftig 2-3 Minuten durchkneten und kleinere Stücke abzupfen. Die Stücke wieder kräftig kneten, dabei mit beiden Händen an den Rändern ziehen, um sie so dünn wie möglich zu machen. Das Kneten und Ziehen verbessert die Konsistenz, der Seitan wird zäher und elastischer und lässt sich gut strecken bzw. ausbreiten(das funktioniert besonders gut auf einem Schneidebrett).

Reichlich Pflanzenöl in einer schweren Eisenpfanne erhitzen und die Seitan Stücke bei mittlerer Hitze von beiden Seiten gold-braun anbraten.  Sie werden knusprig sein, leider sind sie noch nicht gar und müssen noch gekocht werden(man kann sie aber auch erst am nächsten Tag kochen, sie lassen sich gut in diesem Zustand aufbewahren).

Für die weitere Zubereitung wird eine zweite Pfanne benötigt: ca. 0,3 l Wasser zufügen und auch das vorher eingeweichte  Kombu + Pilze. Die Brühe noch mit 1-2 EL Sojasauce und 1 Tl Sukanat Zucker würzen und zusätzlich noch 100ml Rotwein zugießen(für den Geschmack). Zum Kochen bringen und die Seitan Stücke in die Brühe legen, bei mittlerer Hitze für 10 Minuten erhitzen, dann umdrehen und für weitere 10-15 Minuten kochen. Die “Steaks” werden in einer Pfanne gekocht, hier geht es darum, dass die Flüssigkeit viel Geschmack enthält,  während des Kochens verdampft diese, und der Seitan nimmt diesen auf.

Die Stücke  sollten so lange gegart werden, bis das Wasser ganz verdampft ist, das dauert um die 20-25 Minuten, dann sind sie fertig und können weiter verarbeitet werden(in dem sie z.B. angebraten werden, siehe weiter unten). Am besten läßt man aber das Fleisch abkühlen, es kann ca. 1 Woche in einem verschlossenem Gefäß(Kühlschrank) aufbewahrt werden. Das “Fleisch” schmeckt am besten, wenn es eine Nacht im Kühlschrank geruht hat und erst am nächten Tag zubereitet wird.

Tipps: bitte vorsichtig mit dem Salz- da die Steaks die Brühe aufsaugen, sollte diese nur wenig gesalzen werden, sonst wird es zu salzig(das ist mir schon 2x passiert). Ich habe leider immer noch keinen liquid smoke/flüssigen Rauch und verwende das Räuchersalz, das fertige “Fleisch” schmeckt nicht geräuchert, das Räucher-Aroma macht den Geschmack aber viel komplexer.
Anstelle von getrockneten Misch- oder Steinpilzen kann man natürlich auch getrocknete Shiitake nehmen. Wenn man kein Kombu Pulver(oder Kombu Dashi Pulver) hat, kann man mehr Kombu für die Brühe verwenden. Ich lege es dann über Nacht ins Wasser, erwärme es kurz und verwende dann diese Flüssigkeit für den Seitanfix, das Kombu selbst wird auch wiederverwendet, ich gebe aber noch etwas frisches dazu(für die Kochbrühe nach dem Braten).

Nachtrag/mehr Tipps: ich habe so sehr gehofft, dass Ihr das Rezept ausprobiert, und mir Feedback gibt, wie es Euch so mundet, und wurde nicht enttäuscht. Vielen Dank dafür an alle Mutigen :-D , besonders an Engineer, der/die meine Fehler ausgebügelt hat.

Also, anstelle des Kombu kann man nur getrocknete Pilze oder Steinpilz-Pulver nehmen, der Unterschied ist minimal. Man kann die fertig gegarten Seitan Stücke auch einfrieren, einzeln in Gefrierbeutel verpackt(ich habe aber erstmal nur für 3 Tage eingefroren, so als Test). Dann bei Raumtemperatur auftauen lassen(oder im Gefrierbeutel ins heiße Wasser legen, für ganz Eilige). Das Rezept fuktioniert auch ohne Rotwein(wenn man Kinder hat, ist es ja besser ohne ;-) ). So, war da noch was… Ach ja, die ersten Mock Duck Versuche waren interessant, ich glaube, ich bin auf dem richtigen Weg. ;-)

Veganes Zwiebelfleisch auf japanische Art

Für dieses köstliche Gericht habe ich das “Mock Pork”(es wurde bereits am Vortag zubereitet) in ein wenig Weizenmehl gewendet, 1 große Zwiebel in Ringe geschnitten und in 2 El Alsan Butter angebraten, bis die Zwiebeln gold-gelb und weich waren. Dann gab ich die Mock Pork Scheiben dazu und habe alles zusammen noch 5 Minuten angebraten. Am Ende wurde es mit jeweils 1-2 EL Shoyu, Sake und Mirin + 1 Tl Sukanat Zucker abgelöscht und die Sauce ein wenig eingekocht. Man kann es auch mit Rotwein + Sojasauce ablöschen, dann entsteht eine köstliche Rotweinsauce.  Dazu gab es Backofen Pommes mit veganer Mayo und ein wenig Ketchup + Salat. Das “japanische Zwiebelfleisch” schmeckt auch kalt wahnsinnig gut, mit Brot oder als ein Sandwich mit Salat, Tomaten und Pickels(so als veganer Braten-Aufschnitt). :-)

Andere Möglichkeiten, das vegane Schweinefleisch zu verwenden zeige ich bald, vor allem in japanischen Gerichten(bin noch am ausprobieren). Ich wurde vor einiger Zeit nach einem Rezept für Yaki Niku(gegrilltes Fleisch) gefragt, auch das war mit einer der Gründe, warum ich nach einem guten Fleischersatz gesucht habe. Dieses Rezept ist auf jeden Fall auch dafür geeignet! :-)
Wie man nun “mock duck”, also die vegetarische Ente zubereitet, weiß ich leider immer noch nicht, die Ente hat ja diese besondere, fasrige Textur. Bis jetzt habe ich nichts darüber gefunden,  vielleicht weiß jemand von Euch etwas mehr darüber??

Mittlerweile bin ich stolze Besitzerin von einem Fläschchen Liquid Smoke, eine super nette Person hat mir welches zugeschickt! Einfach so – die Überraschung ist wirklich gelungen(Kater lachte sich krumm als er mein verdattertes Gesicht sah, als ich vor seinen Augen das Päckchen öffnete). Bin vollkommen platt über soviel Nettigkeit, DANKE Eva!! :-D

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31 Comments:

  1. Da wir auch gern einmal Ersatz-Fleisch essen, ist dieses Rezept sehr interessant. Toll, dass Du Dir soviel Mühe damit gegeben hast!

    Eine Frage als Jemand, der sich mit den Zutaten nicht auskennt. Du schreibst, dass für die Brühe 1 Stk Kombu eingesetzt wird. Bei der Vorstellung des Kombus auf der verlinkten Seite, ist eine Tüte mit Kombustreifchen abgebildet. Heißt das, für die Brühe wird 1 solcher Streifen verwendet?

    multikulinaria

    avatar 2011.11.02
    16:31

  2. Ja genau, das Kombu ist meistens in Streifen geschitten, ich habe hier einen langen, aber schmalen Streifen verwendet. Kombu ist etwas, worauf ich sehr stehe ;-) wegen dem natülichem Geschmacksverstärker verwende ich es oft. Es hält sich ewig, probiere es mal aus! Ganz toll ist es auch mit Bohnen, z.B. im Eintopf(so wie Lorbeerblatt verwenden, einfach mitkochen und dann nicht mitessen/rausnehmen). :-)

    Amatō

    avatar 2011.11.02
    17:15

  3. Hi, Danke für dein super Rezept, ich probiere schon seit Monaten mit Seitan herum (bin selbst allerdings nichtmal Vegetarier) eine gescheite Konsistenz hinzubekommen aber es war immer Schwammig oder Gummi :)

    Was ich jedoch bisher herausfinden konnte ist, dass man Seitan in “Vegeta Pikant” dieser Gewürzmischung kochen kann und es wirklich Fleischähnlich schmeckt, Jedoch die Konsistenz eine Katastrophe ist :)

    Was deine Suche nach Liquid Smoke angeht, gibt es dies bei eBay, dort kaufe ich meins auch und das ist das Günstigste (glaube es waren ca 6 Euro Pro Fläschchen a 100ml) das Zeug hält allerdings ewig, das letzte mal habe ichs vor 1,5 Jahren gekauft und es is noch immer was da. Jedoch sollte man es erst gegen Ende der Zubereitung dazugeben (Marinade, Soße) da der Duft sich schnell verflüchtigt, was immer schade ist ;)

    Und nochmal Danke für das Rezept ich werde es vermutlich Morgen direkt ausprobieren!

    Engineer

    avatar 2011.11.02
    19:38

  4. das klingt lecker. Die Dosen kommen mir bekannt vor. Die gab es meines Wissens im Chinatown in Manchester. Dumm nur, dass ich deinen Eintrag erst jetzt sehe ;-)
    Das Rezept werde ich mal probieren. Klingt sehr lecker.

    Karin

    avatar 2011.11.03
    18:03

  5. Engineer,
    vielen Dank für den Tipp mit liquid smoke bei ebay, bei dem räuchersalz neige ich immer dazu, zu viel zu nehmen, und dann ist es zu salzig. Das Vegeta Pikant hört sich sehr interessant an, das werde ich mal testen!
    Finde ich sehr witzig, dass ein “Nicht-Vegetarier” sich mit Seitan rumschlägt. :-)

    Amatō

    avatar 2011.11.05
    15:19

  6. So, ich bin heute erst dazu gekommen, dein Rezept auszuprobieren und mir sind ein paar Sachen dazu Auf/eingefallen ;)

    2/3 Tasse Seitanmehl und 270ml Wasser sind viel zu viel Wasser auf zu wenig Seitan, meintest du 2-3 Tassen? Das käme schon eher hin ;) Auch empfehle ich, das ganze in Gramm anzugeben, da nicht jeder eine genormte Tasse hat.

    Man kann sich die getrockneten Pilze bei der Zubereitung auch sparen, wenn man Pilz-Sojasauce nimmt (gibts eigentlich in jedem Asialaden) ich hab das mal probiert und es ist wirklich gut. Das spart mir die Einweichzeit :)

    Auch konnte ich keinen Unterschied im Endprodukt feststellen zwischen Seitan den man 20 Minuten ruhen lässt und welchen den man direkt brät ;)

    Noch dazu habe ich zur Kombu-Soja-Kochbrühe statt dem Zucker den du nanntest einfach Braunen Rohrzucker benutzt, das gibt dem ganzen mMn eine etwas würzigere Note. Und zusätzlich habe ich noch 1,5 TL Vegeta Pikant dazugegeben :)

    Also wenn dir das zusagt kannst du es ja mal testen!

    Ansonsten ist das wirklich sehr gut essbar, ich werde es demnächst nochmal probieren, indem ich die “Steaks” brate, dann backe, dann koche und dann nochmal brate, ob es eine bessere Konsistenz ergibt, wobei die Konsistenz jetzt schon ziemlich gut ist :)

    Grüße,
    Engineer

    Engineer

    avatar 2011.11.06
    17:22

  7. Oh Mensch, mir ist gar nicht aufgefallen, dass mir dort ein RIESENFEHLER unterlaufen ist! DANKE Engineer!
    Du hast absolut Recht, es ist viel zuviel Wasser, auf 2/3 Tasse Seitan kommt ca. 2/3 Tasse Wasser(besser sogar etwas weniger). Ich habe das Rezept “runtergerechnet” da ich normalerweise die doppelte Menge mache. Auf jeden Fall werde ich auch noch alles in Gramm umrechnen. :-) Muss nacher wieder Mock Pork machen.

    Amatō

    avatar 2011.11.09
    10:14

  8. Oh wie schön der Herbst ist auf deiner Seite ausgebrochen…überall Blätter! Hast dein Essen mal wieder sehr stilvoll angerichtet.

    nicekitty

    avatar 2011.11.13
    22:02

  9. Hallo,

    eine tolle Seite.
    Dein MockPork sieht sehr lecker aus, muss ich unbedingt demnächst mal versuchen.
    Koche und Backe auch gerne mit Seitan, finde aber auch das Würstchen doch immer ein wenig “brotig” schmecken.

    Kann ich statt dieser “Kombu-Brühe”, wie auch “Kombu-Pulver” auch normale Gemüsebrühe nehmen? Das würde mir die Sache ein wenig erleichtern, dann muss ich nicht erst durch die halbe Stadt fahren, um mir es zu besorgen, oder passt es dann geschmacklich überhaupt nicht mehr?

    Lg
    Yoko

    Yoko

    avatar 2011.11.15
    18:41

  10. Yoko, das mit dem “brotig” kenne ich auch, ich kann das auch nicht ausstehen. :-) Das Mock Pork ist nicht “brotig” , eigentlich gar nicht(zum Glück).
    Was das Kombu anbetrifft, Du kannst es mit getrockneten Pilzen(Shiitake oder besser Mischpilze) ersetzen, es sollten dann aber schon so 2 Hände voll sein(die Pilze haben viel Umami und Aroma). Bitte nur sehr wenig Gemüsebrühe nehmen(1 Tl), sonst schmeckt es zu sehr nach Suppe(lieber mehr Sojasauce).
    Viele der fertigen Fleisch-Imitate verwenden auch Pilz-Extrakte, wegen dem fleischigen Aroma(ist mir jetzt noch eingefallen, da ich oft nach einem Kombu Ersatz gefragt werde- in diesem Rezept kann man es schon mit den Pilzen gut ersetzen, habe gestern wieder Mock Pork gemacht, diesmal eben nur mit Pilzem, es war sehr gut). Kombu ist da noch intensiver und auch günstiger, gute getrockete Pilze gibt es bei den Gewürzen(am besten sind Misch- oder Steinpilze, die kosten aber bißchen was).

    Amatō

    avatar 2011.11.17
    08:59

  11. Vielen Dank für dieses wunderbare Rezept! Ich habe heute veganes Tonkatsu zubereitet und dieses Seitan dafür verwendet. Geschmack und Konsistenz sind fantastisch! Mein Mann (er ist der Veganer hier) und ich finden das Mock Porc besser als die entsprechenden Produkte von “Wheaty”, die wir sonst gerne kaufen ;-)
    Schöner Nebeneffekt: unsere Tochter (3) hatte riesen Spaß daran, die Seitanmasse zu kneten :D
    (Wegen des Kindes habe ich den Rotwein durch 100ml Traubensaft + 1TL Balsamico ersetzt.)
    Danke nochmal! Und weiter so :-)

    Isabel Michels

    avatar 2011.11.20
    14:25

  12. Isabell, danke fürs Feedback, das Rezept scheint jetzt also zu fuktionieren. Habe es letztens auch ohne Rotwein gemacht, und es war eigentlich genauso lecker. An Wheaty haben wir uns auch schnell “überfressen” ;-) , sehr schnell sogar, manche Sorten sind ok, andere wiederum waren so gar nicht mein Fall. Und was wirklich nervig ist, ist das ständige online-bestellen-müssen…

    Amatō

    avatar 2011.11.24
    14:10

  13. Vielen Dank für das tolle Rezept! Habe mich gerade mal daran gewagt aber es leider nicht hinbekommen die “Steaks” so schön dünn auseinanderzuziehen, die sind mir immer gleich wieder zusammengeschrumpft :(
    Was hilft da? Hab schon ziemlich lange geknetet, gezupft und gezogen xD
    Naja mal schauen wie die Konsistenz ist wenns morgen Zwiebelfleisch gibt ;)

    Kaki

    avatar 2012.02.05
    20:32

  14. Mit einem Nudelholz geht das sehr gut, und auf einem Holzbrett ausbreiten.
    Oooh, das Zwiebelfleisch, das ist so lecker! Unbedint mit Pommes u. veganer Mayo versuchen! :-) Bin gespannt, ob Du es magst.

    Amatō

    avatar 2012.02.06
    13:09

  15. Aaaw das Zeug schmeckt super, Seitan mach ich nur noch selbst ^^
    Hab statt Rotwein einfach nen guten Schuss Bulldog Tonkatsu soße genommen, schmeckt irre! :)

    Kaki

    avatar 2012.02.06
    16:38

  16. Hallo Amato,

    leider hab ich es immer noch nicht geschafft das Mock Pork zu machen. Ich wollte jetzt gerade das Kombu bestellen, doch bin ich etwas ratlos, das Kombu-Pulver hab ich ja gefunden (bei Makrobiotik Versand), aber Kombu für die Brühe ist mir ein Rätsel, kann ich da dieses nehmen “Atlantic Kombu (Laminaria Digitata)” oder “Kombu Meeresgemüse aus Kanada ” und wie ist das mit diesem Pulver “Instant dashi ‘Kombu Shiitake ” kann ich das anstelle des einfachen Kombu-Pulvers nehmen (Versand s.o.).
    Freue mich schon auf Deine Antwort, damit ich endlich loslegen kann. Vielen Dank.

    Lg
    Yoko

    Yoko

    avatar 2012.04.10
    09:20

  17. Hallo Yoko, also das ganz “normale” Kombu reicht vollkommen aus,ich nehmen gernen dieses hier:Kombu Meeresgemüse.
    Ich habe das Mock Pork Rezept noch weiter entwickelt, und muss es unbedingt überarbeiten. Du kannst es auch GANZ ohne Kombu, nur mit getrockneten Pilzen machen, das fuktioniert sehr gut.
    Für Schnitzel ist es schon ganz gut so wie es hier steht, noch besser wird es aber wenn man das Kombu/Pilze einweicht und dann im Standmixer püriert und diese “Pampe” mit dem Seitanmehl+Gewürze vermischt.
    Dann anbraten und GANZ WICHTIG: in Backpapier einwickeln und dämpfen- das ergibt eine sehr gute, festere Textur. Dieses Mock Pork ist aber weniger salzig und sollte dann noch weiter zubereitet werden.
    Ich werde so bald ich kann das Rezepte hier überarbeiten. :)

    Amatō

    avatar 2012.04.10
    15:30

  18. Hallo Amato,

    endlich habe ich es geschafft mir Kombu zu besorgen, habe nun doch mehrere verschiedene genommen (dann kann ich auch noch ein bisserl probieren).
    Heute hab ich dann nun meine Versuchsküche geöffnet, also ich muss sagen, das ich für den Seitan doch etwas mehr Flüssigkeit brauchte, sah bei mir eher aus als wolle ich Streusel machen, habe dann so pö a pö Wasser/Sojasoße gemisch zugefügt, bis ich das Gefühl hatte es sei genug, alles andere hat dann auch so geklappt, wie in Deiner Anleitung. Jetzt lasse ich es noch eine Nacht ruhen, aber es riecht schon mal sehr gut.

    Lg
    Yoko

    Yoko

    avatar 2012.05.13
    13:45

  19. Hallo Amato,

    gestern die ersten Porckys probiert, hatte sie kurz auf einen
    Kontaktgrill gepackt und dazu gab es Salat und wir fanden es doch schon ziemlich lecker, vielleicht eine Spur zu salzig.
    Heute die Porckys in feine Streifen und mit Pilzen und Zwiebel in einer Pfanne gebraten, noch ein bisserl Soja-Cuisine dazu und fertig, dazu gab es Spätzle (ohne Ei, hier lebt ein Veganer). War echt sehr lecker.
    alles in allem, sind mir die Porckys ganz gut gelungen, waren gut gewürzt, hatte sie allerdings ein wenig zu dünn gemacht, aber das kann man ja ändern. Werde also weiter üben.Vielen Dank für das tolle Rezept.
    Ach vielleicht kann man daraus auch Würstchen “herstellen”. Auch das werde ich dann mal versuchen.

    Lg
    Yoko

    Yoko

    avatar 2012.05.16
    17:11

  20. Liebe Yoko,
    es freut mich, dass Dir die “Porkys”(hehe, ein süßer Name…) gut geschmeckt haben. :-)
    Wegen dem Salzgehalt, beim letzten mal habe ich es auch als zu salzig empfunden, ich habe noch viel an dem Rezept rumgewerkelt und muss as endlichmal zusammenfassen und veröffentlichen(habe z.B. 3 verschiedene Garmethoden getestet, nach dem Braten, am besten ist es mit Dämpfen, dauert nur länger, was gar nicht gut ist, das ist im Backofen braten, es wird dann “brotig”).
    Ich finde es am besten mit einer Teriyaki Sauce(so wie das Zwiebelfeisch), mit einer Sahnesauce hört es sich aber auch sehr gut an(und mit Pilzen!).

    Und wegen dem Wassergehalt: das Mock Pork ist mir wegen zuviel Wasser 2mal sehr misslugen, deswegen lieber weniger und dann schrittweise mehr zufügen, bis ein knetbarer Teig entsteht, so fuktioniert es am besten, finde ich. Bei zu viel Wasser wird es nämlich sehr weich und pampig, nicht gut.

    Bald gibt es auch Nachschub, habe ein sehr leckeres Mock Chicken Rezept entwickelt(das muss aber noch mal getestet werden), somit gibt es hoffentlich bald noch mehr “Mock Meat”.

    Alexandra

    avatar 2012.05.16
    17:48

  21. wie sieht das garen denn mit einem Schnellkochtopf aus?

    Yoko

    avatar 2012.05.16
    18:00

  22. Mit Schnellkochtopf? Hm, das habe ich noch nicht ausprobiert, die Idee ist aber echt gut!
    Beim Dämpfen werden die “Porkys” nämlich sehr gut, weil ich sie in Alufolie einwickle. Somit breitet sich der Seitan nicht so sehr aus und hat eine tolle, feste Konsistenz. Beim Druckopf müsste das noch besser sein, das teste ich morgen mal aus!

    Alexandra

    avatar 2012.05.16
    20:53

  23. Ich hab dein Rezept ausprobiert und war auch zufrieden. Wegen des Kombus hätte ich gern noch mal eine genaue Angabe. Meine Kombustücke sind so ca.15x20cm groß. Wieviel soll ich denn davon nehmen?

    monika D.

    avatar 2012.06.03
    17:37

  24. Können Sie mir bitte die Quelle erraten wo man Seitan Fix kaufeb kann. Danke

    suki

    avatar 2012.06.05
    19:20

  25. Das sind große Stücke, die Du hast, ich würde sagen die Hälfte davon(einfach mit der Schere durchschneiden). :)

    Alexandra

    avatar 2012.06.06
    08:42

  26. Suki, den Seitanfix gibt es in Onlineshops mit veganen Lebensmittel(“Seitanfix” googeln), oder auch im Reformhaus/Bioladen in Deiner Nähe, hier am besen nachfragen.

    Alexandra

    avatar 2012.06.06
    08:44

  27. Vielen, vielen Danke für alle wunderbare rezepte!!!!Besonders Danke für ihre Größzügigkeit mit uns solche Schäzte zu teilen.Alle Tips sind sehr hilfreich.

    suki

    avatar 2012.06.07
    13:15

  28. Interessant, besonders für Jemanden wie mich, der kein Schweinefleisch ist (gesundheitliche Gründe). Ich würde wenn aber auch nur selbst gemachtes essen, denn das mock-pork aus der Dose, da kann man sich echt nicht sicher sein, was da alles drin ist. Danke fürs Rezept, Frank!

    Frank

    avatar 2012.06.07
    14:35

  29. Sehr schön, vielen Dank! Mich interessiert die Sache mit dem Dämpfen: Soll das Vleisch gedämpft STATT in der Pfanne im Sud gekocht werden? Nimmt es dann Würzflüssigkeit auf? Oder wird es nur mit Wasser gedämpft?

    Ulrich

    avatar 2012.10.02
    21:25

  30. Hallo Amato,

    ich zähle mich als Student ihrer Seite und lerne wo ich nur kann. Es fällt mir noch ein wenig schwer die Rezepte in die Tat umzusetzen, jedoch arbeite ich daran nach und nach neues auszuprobieren. Ich weiß es sehr zu schätzen, dass Sie diese Kostbarkeiten teilen und dies Wissen weitergeben. Auch möchte ich ein großes Lob aussprechen, dafür dass Sie stehts positive Grundgedanken vermitteln. Danke.

    Wir kochen seit einiger Zeit das Mock Pork und es gefällt uns sehr gut. Da ich bis dato kein KombuPulver im Reformhaus/Bioladen finden konnte habe ich Ersatzweise dieses Produkt verwendet :

    http://www.vitam.de/index.php/steinpilz-hefebruhe.html

    Es klappt gut damit und wird weiterhin verwendet bis das Kombupulver gekauft ist.

    Einen schönen Tag wünsche ich

    Faraz

    faraz

    avatar 2012.11.29
    23:12

  31. Wegen dem Rotwein. Ihr Leute wissts schon, dass der Alkohol beim kochen verdampft und es nur ums aroma geht? Sprich Kindern schadet das auch nicht…

    Sarah

    avatar 2013.05.20
    13:05

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