Rezept für japanische Worcester Sauce (Okonomiyaki/Tonkatsu)

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Rezept für japanische Worcestersauce

für Okonomiyaki, Yaki Soba, Tonkatsu und mehr

Usuta Sōsu ist die japanische Version der Worcestersauce, sie ist anders gewürzt und dickflüssiger als das englische Original.  Sie wird in Japan oft nur als ソース „sōsu“ bezeichnet(übersetzt einfach “Sauce”), in Deutschland nennt man diese oft auch Tonkatsu oder Okonomiyaki Sauce.  Die bekannten Marken sind Bulldog und Otafuku, bei beiden Herstellern gibt jeweils 3 verschiedene Geschmacksvarianten. Als ウスターソース  „usuta sōsu“ wird die „echte“ Worcester Sauce(das Original) bezeichnet, diese wird z.B. für Yaki Soba(gebratene Nudeln) verwendet. Die Sauce für Tonkatsu wird 濃厚 ソース“ nōkō sōsu“, die „dicke Sauce“ genannt und ist mit mehr Früchten und Gemüse angereichert, dadurch dickflüssiger als die anderen. ä濃ソース “chū sōsu“ ist  die Sauce für Okonomiyaki, diese ist irgendwie „dazwischen“(„chū“ bedeutet soviel wie „Mitte“, ich bin bei der Übersetzung der Namen auch recht unsicher, und lasse mich gerne belehren, wenn hier etwas nicht stimmen sollte ;-) , die Quelle dafür war der japanische Wikipedia Artikel), Otafuku hat außerdem noch eine Sorte für Takoyaki. Ich kenne die Tonkatsu Sauce von Bulldog, diese ist wirklich gut, außerdem mag ich  gerne die Okonomiyaki Variante von Otafuku, die Yakisoba Sauce dagegen ist nicht so mein Fall, sie schmecken aber alle relativ ähnlich. Am besten ist eine „mittlere“ Okonomiyaki Sauce, diese kann für alle Arten von Gerichten verwendet werden. Warum ich das alles erwähne, nun ja, das Rezept hier ist sozusagen für die original japanische Worcester Sauce, wenn man also eine Okonomiyaki oder Tonkatsu Sauce herstellen möchte, geht es ziemlich einfach, in dem man einfach mehr Gemüse(wie Möhren, Lauch) und Obst(wie Äpfel, trockene Pflaumen, auch Ananas) verwendet.

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Links Okonomiyaki Sauce, rechts Yakisoba

Was mir bei diesem Rezept ein wenig Probleme bereitete war der hohe Salzgehalt, meine Rezept-Quelle (Freundin in Japan)meinte aber, dass die Angaben so stimmen.  Ich gebe deswegen das Originalrezept in Schwarz an, meine Änderungen sind in Rot, Zutaten für die vegane Version sind in Grün.  Die Sauce wird längere Zeit gekocht und am Ende durch ein feines Sieb gegossen, und sollte dann nochmals durch ein Passiertuch gefiltert werden, wenn man sie besonders fein haben möchte. Das habe ich nicht gemacht, was wirklich nicht besonders schlimm war(ja, auch ich bin manchmal stink-faul ;-) …). Die Herstellung ist zwar nicht besonders aufwendig, die Angaben sind aber für eine größere Menge, deswegen ist es wirklich sinnvoll, einen kleinen Vorrat anzulegen. Im Originalrezept wird auch angegeben, dass diese Sauce unbedingt 2-4 Wochen durchziehen und reifen soll(kann sein, dass sich dadurch der Salzgehalt verringert, dann habe ich einen Fehler gemacht). Ich habe die Sauce wie eine Konfitüre konserviert(funktioniert sehr gut): Einmachgläser werden mit kochendem Wasser desinfiziert, dann die heiße Sauce eingefüllt, zugeschraubt und alles abkühlen lassen damit ein Vakuum entsteht. Dann werden die Gläser mit Papier umwickelt und an einem dunklen Ort (Keller) gelagert. Das Papier deswegen, weil im Rezept angegeben wird, die Sauce sollte in dunkle Flaschen abgefüllt werden(ich hatte keine). Gut geeignet wären z.B. leere Sojasuace-Glasflaschen, nach dem Öffnen der Einmachgläser fülle ich die Sauce immer um, eben in jene Glasflasche, oder man kann auch eine  leere Okonomiyaki Sauce Flasche verwenden. So, jetzt aber mal los, Sauce kochen. ;-)

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Rezept: japanische Worcester Sauce

Recipe for japanese worcester sauce

Ergibt ca. 1 Liter Sauce

1 (400g) Dose Tomaten/ 1 can tomatoes
200g Zwiebel/ 1 onion
(100g) halbe Möhre/carrot/2 Möhren
0,5 Knoblauch/garlic
40g frischer Ingwer/fresh ginger
10 cm Kombu/10cm kombu seaweed/2x 10cm kombu(vegan version)
1 getrockneter Shiitake Pilz/1 dried shiitake or 4 Shiitake (vegan version)
6 getrocknete Niboshi/dried small sardines (niboshi) oder 2-3 TL/teaspoons niboshi dashi or 2-3 teaspoons Kombu dashi (vegan version) + 1 piece Kombu
1 Liter Leitungswasser/water

Würze, flüssig / condiments

1 Tasse(200ml) dunkle Sojasoße/1 Cup dark sojasauce
200g Zucker/sugar/sucanat
0,5 Tasse(100ml) Reisessig/ 0,5 cup rice vinegar
100g Salz/salt ACHTUNG das Salz  scheint sehr viel zu sein! Besser wäre weniger,  10-20g, siehe auch Notiz weiter unten zum Salz!
1 Apfel/1 apple  2-3 Äpfel
5-6 getrocknete, saftige Pflaumen/dried plums

Gewürze, trocken/ spices
10g schwarzer Pfeffer/black pepper
5 Stück Lorbeerblatt/bayleaf
3 Stück Zimtrinde/cinnamon bark
2 Teelöffel(5g) Muskatnuss/2 teaspoons nutmeg
2 Teelöffel echten Sansho Pfeffer/ sancho pepper/5-6 Szechuan Pfeffer Körner
1 kleine rote Chilischotte/small dried chili
30g getrocknete Mandarinenschalen(chinpi)/dried tangerine peel/Yuzu Schale
1 TL Thymian, getrocknet/1 teaspoon dried thyme
2 Esslöffel Salbei, getrocknet/2 spoons dried sage
20 Stück Gewürznelke/20 cloves/ nur 5 Nelken verwendet

Bei den getrockneten Niboshi(kleine getrocknete Fische) den Kopf und Bauch abknipsen(grausig…). Karotte, Zwiebel und Ingwer grob schneiden(schälen von Ingwer ist nicht unbedingt notwendig).Kombu, Shiitake, Niboshi, Zwiebel, Karotte, Knoblauch und Ingwer zusammen mit der Dose Tomaten und einem Liter Wasser bei mittlerer Hitze zum Kochen bringen.
Im offenen Topf(ohne Deckel) 2 Stunden lang bei mittlerer Hitze kochen, hier soll ein Teil der Flüssigkeit verdampfen.
Nach dieser Zeit kommen die trockenen Gewürze dazu, vorher bitte alles im Mörser zerkleinern(habe ich nicht gemacht, wie man sieht, dadruch war alles sehr grob, es ist auf jeden Fall besser, die Gewürze zu zerkleinern). Gewürze zufügen und weitere 20 Minuten mitkochen.

Nach den 20 Minuten kommen alle unter flüssige Würze aufgezählten Gewürze wie Sojasauce, Reisessig, Zucker, Salz und Früchte wie Äpfel rein (auch die Pflaumen). SALZ-MENGE: Hier bitte unbedingt erstmal das Salz nicht ganz zufügen, sondern kurz abschmecken, ich habe hier ein wenig Probleme gehabt, da ich das Salz einfach rein geschüttet habe und dann noch mit mehr Äpfeln und Zucker ausgleichen musste, es war sehr salzig. Meine Freundin meinte, dass die Angaben der Zutaten stimmen, und der hohe Salzanteil richtig sei. Ich denke aber, das ist definitiv zu viel, und vermute, dort ist ein Fehler unterlaufen, vielleicht handelt es sich um eine Null zuviel und es sollte nur 10g Salz sein(oder der Geschmack wird durch das reifen milder?). Bitte kurz abschmecken, es sollte einfach nicht zu salzig sein.

NACHTRAG: habe gestern alle Saucen nochmals miteinander verglichen, meine ist definitiv zu salzig, wenn man bedenkt, dass ich während des Kochens mit Zucker und zusätzlichen Äpfeln ausgleichen mußte(deswegen ist meine Sauce auch so hell), also bitte nicht mehr wie 10g Salz zufügen!

Nach der Zugabe der flüssigen Gewürze, Salz und Früchten bitte noch 10 Minuten lang bei mittlerer Hitze köcheln.

Dann alles im Mixbecher der Küchenmaschine pürieren(oder einen Pürierstab verwenden). Jetzt muss die Sauce noch gefiltert werden: zuerst durch ein gröberes Sieb gießen, die Sauce in einer Schüssel darunter auffangen, die festen Bestandteile entsorgen. Dann die Sauce noch mal passieren, dafür entweder ein sehr feines Sieb oder ein Passiertuch verwenden: die Sauce reinschütteln und ablaufen lassen, die übrigen Bestandteile wieder entsorgen. Ich habe das wiederholte Passieren nicht gemacht, war nicht so schlimm, aber ich denke, dass es näher am Original wäre, wenn die Sauce feiner ist.

Die Sauce ist jetzt fertig, man sollte sie jetzt in mit heißem Wasser ausgespülte Gläser füllen(dann kann sie nur im Kühlschrank gelagert werden).Eine bessere Alternative ist, sie zu konservieren: Sauce nochmals zum Kochen bringen, in Einmachgläser einfüllen, Gläser zuschrauben, für 10 Minuten auf den Kopf stellen, so wird sich ein Vakuum bilden.

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Die Sauce sollte jetzt noch “reifen” und durchziehen, im Originalrezept ist angegeben, dass sie am besten nach einem Monat schmeckt, aber auch bereits nach 2 Wochen gut sei. Ich habe meine nach einer knappen Woche probiert(war ungeduldig) und fand sie nicht schlecht, aber es stimmt schon, es ist besser, sie länger reifen zu lassen, so entwickelt sich das Aroma und Umami. Weil die Sauce nachreifen muss, ist es umso sinnvoller, die hier angegebene Menge auf Vorrat herzustellen und  an einem dunklen kühlen Ort zu  lagern, bei klaren Gläsern diese ins Papier wickeln, nach dem Öffnen bitte  im Kühlschrank aufbewahren.

Japanische Worcester Sauce selbst herzustellen hat wirklich viele Vorteile, erstens die Kosten: die im Handel angebotene Sauce ist wirklich nicht besonders günstig und für Personen, die nicht in einer Großstadt leben, ist sie wahrscheinlich nur über Online Handel erhältlich,  zweitens man weiß  genau was drin ist und drittens man kann z.B eine vegane Version herstellen.

Diese Sauce wird bei vielen japanischen Gerichten verwendet: bei Okonomiyaki(Rezept für vegane Version), Tonkatsu, Yakisoba, Korroke, Takoyaki und was weiß ich noch wo. :-)

TIPPS/GEDANKEN

Die Gewürze können dem eigenen Geschmack angepasst werden, ich habe anstatt des Sanshō Szechuan Pfeffer verwendet(günstiger,einfacher zu kaufen), weniger Nelken und Zimt, Yuzu Schale anstelle der Mandarinen Schale(man kann aber sie in Online Handel bekommen oder selbst herstellen). Außerdem nahm ich Kombu Dashi und mehr Kombu +Shiitake, keine Niboshi, man kann hier auch Bonito oder Niboshi Dashi Pulver verwenden. Ich habe auch mehr Früchte und ein wenig mehr Gemüse benutzt, zusätzlich kamen bei mir noch saftige getrocknete Pflaumen (ohne Kerne) rein, ein großes Stück Lauch und 2 ganze Karotten. Warum? Weil das die Zutaten waren, die auf der Flasche meiner Original Worcester Sauce von Bulldog angegeben waren, ich wollte eben mehr eine Okonomiyaki/Tonkatsu Sauce. :-)

Ich verlinke schon zu der neuen Seiten mit den Zutaten, dort fehlen aber noch viele Angaben zu den Gewürzen,  ich versuche die fehlenden Gewürze im Laufe des Tages dort noch einzutragen. Bild:  Chillis, Muskatnuss, hinten Szeuchuan Pfeffer.

Etwas anderes: seit dem Umzug sind einige Kommentare im Spam Ordner gelandet und wurden versehentlich gelöscht, dieses Problem ist jetzt hoffentlich behoben. Vermutlich wegen der besseren Erreichbarkeit der Seite  sind in der letzten Zeit unglublich viele Spam Kommentare reingekommen(blaute Tabletten Werbung usw. davon 20-30 am Tag), diese werden von Akismet(Spam-plugin) automatisch entfernt, landen dann im Spamordner, und werden nach einem Tag automatisch gelöscht. Es sind auch einige der Nicht-Spam Kommentare in diesem Ordner gelandet, das habe ich teilweise zu spät mitbekommen, jetzt ist es hoffentlich gerichtet, ich habe Captcha bei Kommentaren aktiviert. Ich wurde von einigen Lesern angeschrieben und darauf hingewiesen.

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23 Comments:

  1. interessantes Rezept. Ich kannte bis jetzt nur Rezepte, die auch Miso beinhalten (meist rotes und gelbes zusammen). Schmeckt es dann auch wie Bulldog-Soße? Von den Soßen mag ich die Bulldogsoße auch am meisten. Habe grad eine Yakisoba-Soße von Otafuku und die ist mir etwas zu salzig…
    Übrigens finde ich deine neue Webseite echt schön gemacht! Vor allem die Bilder bei den Jahreszeiten finde ich toll :)

    Token

    avatar 2011.02.25
    09:08

  2. Token,
    ja, ich finde schon, dass diese Sauce der von Bulldog sehr ähnlich schmeckt, mir ist die Yakisoba Sauce auch zu salzig/würzig. Ich habe das Rezept mit mehr Früchten gemacht, dann schmeckte es sehr ähnlich.
    Sei aber bitte bei eventuellem Nachkochen mit dem Salz vorsichtig, hier bin ich sehr unsicher.
    Mit Miso?? Die Worcester Sauce?? Das kenne ich noch nicht. Aber, mit Miso kann man so tolle Sachen machen, nämlich Lebensmittel fermentieren(habe vor paar Tagen einen veganen “Käse” gemacht, aus Nüssen, so lecker…).

    Danke fürs Kompliment :-) , da ist aber so vieles noch nicht fertig… Mein “Plan” wäre, eventuell bei den Jahreszeiten auch noch ein Gericht der japanischen Küche zu zeigen, das wird aber noch lange dauern(sehr viel Arbeit das ganze, gerade als Anfänger habe ich mit der Technik auch immer wieder Probleme, Joomla ist so komplex). Momentan versuche ich erstmal, die ganzen japanischen Zutaten zusammen zu kriegen.

    Amatō

    avatar 2011.02.25
    09:48

  3. Vielen Dank mal wieder für das Rezept! Endlich mal eine Sôsu zum selbermachen. Mir ist die im Handel Erhältliche (bei uns gibt es leider nicht viele Geschäfte) viel zu teuer, vor allem da ich sie ja nicht täglich brauche. Wenn man diese aber wie Marmelade abfüllen kann ist es perfekt, noch dazu kann man sich dann die Portionsgröße einteilen. Weißt Du wie lange sie sich geöffnet ca. im Kühlschrank halten sollte? Wieviele Gläser hast Du denn ungefähr aus Deinem Rezept herausbekommen?

    Karupin

    avatar 2011.02.25
    10:23

  4. Karupin,
    die hält sich lange, bestimmt 2-3 Monate, ich habe meine im November gemacht, dann das erste angebrochene Glas im Kühlschrank gehabt, vor 2 Wochen habe ich es leer gemacht. Sie ist nicht schlecht geworden, wir haben sie auch gegessen, keiner ist krank geworden. ;-)
    Am besten machst Du Dir vielleicht ein Teil in kleinere Gläser, ich habe am Ende 4 solche 250ml Gläser rausbekommen(also ca. 1 liter, auf dem kleinen Bild ist meine “Ausbeute” zu sehen, das ist schon eine ordentliche Menge). Bitte mit dem Salz vorsichtig sein!(das läßt mir keine Ruhe ;-) )

    Ach so, Kater mag sie auch sehr als “japanischen Ketchup” zum Dippen von vegetarischen Würstchen und gebratenen Snacks(schmeckt wirklich gut).

    Amatō

    avatar 2011.02.25
    11:01

  5. Das klingt ja sehr gut, hatte schon die Befürchtung, dass ich sie innerhalb von kürzester Zeit aufbrauche muss, aber 2-3 Monate sind sehr OK. So, dann heißt es jetzt noch alle Zutaten sammeln und dann kann es ja schon los gehen. Vor allem ist selbst gemachte Sôsu mal was andres zum Verschenken als Marmelade :-) Sehr schön.
    Ich werde mit dem Salz auf alle Fälle vorsichtig sein, vor allem da ja schon Sojasauce drinnen ist. Man kann ja klein anfangen und einfach kosten.
    Die Sauce kann ich mir auch im Sommer zum Grillen sehr gut vorstellen.

    Karupin

    avatar 2011.02.25
    11:42

  6. Was für ein Zufall! Ich will heute Tonkatsu machen, vorgestern war ich in Düsseldorf und habe die Bulldog-Sauce vergessen (dafür habe ich Kombu und Shiitake, für Dashi) und jetzt kommst du mit den Rezept an – das nenne ich Timing. :)
    Vielen dank für’s Rezept, auch wenn die Sauce etwas reifen muss, werde ich sie gleich machen und heute Nachmittag zum Tonkatsu servieren.

    Zum Thema Salz:
    Ich koche entweder NUR mit Salz oder NUR mit Sojasauce. Wenn ich Salz verwende, lasse ich die Sojasauce weg und umgekehrt. Meistens nutze ich aber Sojasauce, bin nicht so der Salz-Fan (versalzene Speise sind für mich das schlimmste) und da meine Mutter wegen Bluthochdruck eh nicht so viel Salz zu sich nehmen darf… hat sich das auch erledigt.

    Ich war auch mal kurz auf deiner “neuen” Seite und bin begeistert. Die Texte sind sehr informativ/interessant und professionell geschrieben. Das Design und die Bilder finde ich auch toll.
    Da ich ja wie erwähnt am Freitag in Düsseldorf war, habe ich mir dort auch eine neue wunderschöne Reis/Suppen-Schale gekauft. Da in Japan das Geschirr ja auch von den Jahreszeiten beeinflußt wird, fänd ich es toll, wenn du mal einen Eintrag zum Thema Geschirr und Jahreszeiten schreiben könntest – würde ich super finden (oder gibt es so einen Post von dir schon?).

    Der Kommentar ist viel zu lang geworden (ich Quatschtüte), so viel wollte ich eigentlich gar nicht schreiben. :)

    Sendo

    avatar 2011.02.27
    08:53

  7. Sendo,
    mache ich eigentlich auch so: entweder Salz ODER Sojasauce(die is ja salzig genug!) deswegen wäre mein Tipp, das Salz am besten ganz wegzulassen. Sojasauce ist ein wunderbares und gesundes Würzmittel, ich mag den Geschmack sehr.
    Für Deine Mum wäre salz-reduzierte Sojasauce eine Alternative und vielleicht auch Kombupulver? Das wird als Salzersatz vorgeschlagen(bzw. weniger Salz dafür Kombupulver, so hälfte/hälfte, ich denke, das könnte sehr gut klappen ohne dass der Geschmack der Speisen darunter leidet) Ich finde auch, wie stark man salzt ist eine Gewöhnugssache, man kann es sich abgewöhnen, zu viel Salz zu nehmen.

    Danke für das Kompliment mit der “neuen” Seite :-) (ist ja mehr eine Erweiterung, denn da “oben” die Zutatenseiten zu viel/voll wurden, sie werden jetzt nach und nach “umziehen”, es bleibt also nicht doppelt), es ist aber noch so vieles nicht fertig dort…

    Deine Anfrage wegen des Geschirrs, ja mache ich sehr gerne, das wäre nämlich ein Thema welches mich schon seit länger reizt, (überhaupt welches Geschirr für was/welche Jahreszeit in der japanischen Küche finde ich auch sehr interessant). Du solltes aber mit mir Geduld haben, ja ;-) ? Die Liste der “to do” Artikel ist wahnsinnig lang…

    Amatō

    avatar 2011.02.27
    10:36

  8. Amatō,
    ja, die salz-reduzierte Sojasauce habe ich schon länger im Auge behalten, werde ich bei Gelegenheit ausprobieren. :)

    Die Farbe/Motive des Geschirrs sind der Jahreszeit angepasst, das finde ich auch super. Dann hat man auch mal Abwechslung, nicht immer nur alles in weiß. Mein Ziel ist es, zumindest von jeder Jahreszeit ein kleines Gedeck oder so was zu haben, damit ich beim Essen wenigstens ein bisschen Geschirr habe, was zur Jahrszeit passt.

    Geduld habe ich gerne, mach dir nur keinen Stress. :)

    Sendo

    avatar 2011.02.27
    11:31

  9. Uiui, ganz schön viele Zutaten in dem Rezept! :-) Aber: ich liebe viele Zutaten und bin schon gespannt, die Soße mal selbst nachzukochen. Ein paar Fragen habe ich aber noch: Bekomme ich Kombu auf jeden Fall im Asialaden? (Habe noch nie drauf geachtet, ob die sowas haben…) Außerdem habe ich irgendwo gelesen, dass man als Kombu-Neuling wegen des hohen Jodgehaltes der Alge aufpassen soll und lieber nicht zu viel Kombu zu sich nehmen soll. Vielleicht weiß du da ja was genaueres darüber?
    Und kann ich vegane Dashi nur über den Makrobiotikshop bekommen? Könnte man ersatzweise etwas anderes nehmen? (Miso oder so?) Oder ist Dashi zu wichtig für den Geschmack? Mannmann, ich hab wirklich keine Ahnung.. :D Das kommt davon, wenn man unbedingt mal Okonomiyaki machen will…

    green-cat

    avatar 2011.03.02
    11:07

  10. Katze,
    Kombu und vegane Dashi wirst Du immer wieder brauchen, beide sind auch für alle nicht japanischen Gerichte super geeignet(ähnlich wie Hefeflocken-die machen ja den “käsigen” Geschmack, Kombu/Dashi mehr den “fleischigen” und sind ein natürlicher Geschmacks-verstärker). Da lohnt sich wirklich welches zu kaufen(vegane Kombu Dashi gibt es auch bei Dae Yang)

    Ich denke aber, dass Du in Deiner Stadt das meiste bekommst, frage am besten in Bioladen/Reformahaus, notfalls auch die Verkäufer, ob sie das für Dich bestellen/ins Sortiment aufnehmen wollen, meistens machen sie das(wenn das bei mir geht, in diesem Dorf… ;-) ).
    Du kannst aber auch nur pures Kombu und Shiitake anstelle der veganen Dashi nehmen(die ist eben so schön einfach), das ist von Geschmack her sogar besser und auch gesünder(kein MSG).
    Schau mal bitte hier rein, da habe ich was für Dich “hinterlassen”: mehr Info, und eine Shiitake-Brühe Alternative.

    Ach so, und wegen Jod im Kombu, da mach Dir keine Sorgen, In Japan werden große Algenmengen seit jahrhunderten täglich konsumiert, ich würze alles mit Kombu und esse fast jeden Tag Algen in irgendeiner Form, hatte aber noch nie Probleme. Das sind die deutschen Bestimmugen und diese Angaben müssen als Warnhinweise angegeben werden. Mir hat es noch nie geschadet, es ist aber mehr Vorsicht geboten, wenn Du mit der Schilddrüse Probleme hast.
    Du weiß ja, in unseren Lebensmitteln sind teiweise Gifte drin, das wird nicht angegeben, aber bei natürlichen Algen Produkten wird der Teufel an die Wand gemalt. Typisch konservative Denkmuster(grrr….). ;-)

    Amatō

    avatar 2011.03.02
    14:07

  11. Kleiner Tipp – wer viel Algen isst und sich Sorgen wegen dem Jod macht sollte dafür kein Jodsalz verwenden, zu viel Salz ist sowieso nicht gut. Es gibt (zum Glück) noch immer reines Salz ohne Beimischungen, davon braucht man auch sehr viel weniger zum Würzen.
    Und wie Amato schon sagte – viele Zusätze brauchen nicht deklariert zu werden, darunter auch das Jodsalz in Brot, Wurst und allen Fertiggerichten – DAS ist für mich die echte Gefahr.

    Haruko

    avatar 2011.03.06
    10:35

  12. Aaaaaalso:

    Ich hab vor einiger Zeit das Rezept für die Okonomiyakisoße ausprobiert.

    Na ja, zunächst mal hab ich mich nicht ganz akkurat ans Rezeot gehalten. Ich hab z.B. einfach Gemüsebruhe genommen, anstelle irgendwelcher japanischer Algenpulverchen und auch der Senchuan Pfeffer wurde bei mir durch… noch mehr schwarzen Pfeffer ersetzt. *lach*

    Aber im großen und ganzen kann sich das Ergebnis mehr als schmecken lassen. Ich ess die Soße mittlerweile zu allem, was mir in die Finger kommt und bin einfach total beeindruckt davon, wie die verschiedenen Komponenten sich nach und nach im Gaumen verteilen, ähnlich eines Weines.

    Das zweite Passieren hab ich mir übrigens auch geschenkt, will es aber noch nachholen. Man kann sie dickflüssig essen, ist wahrscheinlich sogar besser um am Essen zu halten, aber ich muss immer alles möglichst klein und fein haben beim Essen. ^^
    Aufgrund der Dringlichkeit der Soße ( Okonomiyaki- Erstversuch und eine Woche später der Asia- Abend )konnte die Soße auch nicht wirklich ziehen. Macht aber auch nix. Schmeckt trotzdem super.

    Das Problem mit dem Salz hab ich ‘gar nicht’ gelöst. Soll heißen: ich hab die Soße einach lustig gekocht, aber eben einfach ohne Salz.
    Dieses fügte ich erst ganz zuletzt ‘mit dem Zucker’ zu. Abschmecken und Salzen, bis man meint es passt. Ist beim Kochen eigentlich immer meine Devise und es wäre bei dieser Soße wirklich schade, sie zu versalzen.

    Zu guter letzt:
    Eine einzige Person fand die Soße ‘zu weihnachtlich’ und hätte sie lieber auf süßen Pfannkuchen gegessen, ließ sie zu den Okonomiyaki also links am Rand liegen. Ich hab auch brav so getan, als sei ich nicht tödlich beleidigt…
    Wer also Angst vor zu viel Weihnachtlichkeit hat, sollte den Zimt reduzieren. Mit rauslassen tät ich mich jetzt schwer, aber jeder wie er mag.

    Die Apfelkomponente hingegen kam bei Feinschmeckern sehr gut an. ^.^

    So, liebe Grüße und Verzeihung wegen der Verworrenheit, die Grippe schwingt noch nach,

    Ithi

    Ithilbereth

    avatar 2011.03.11
    10:11

  13. Kann es evtl. sein, dass im Original-Rezept ein andere Art von Salz verwendet wurde?
    Es ist ja nicht jedes Salz gleich salzig…

    airblaster

    avatar 2011.03.11
    19:40

  14. Ithi,
    vielen Dank, Du bist ein Schatz!
    (und hör auf mit “Timbutku” oder “Verworrenheit”, ich finde Deine Kommentare/Mails absolut klar und in Ordnung!) :-)

    airblaster,
    das war ganz normales Salz, ohne besondere Angaben, die Japaner mögen es aber manchmal sehr salzig, das habe ich schon paar mal festgestellt.

    Amatō

    avatar 2011.03.12
    13:10

  15. Heute habe ich mich endlich an Deiner tollen Sauce probiert. Es hat alles ganz gut geklappt, und abschmecken kann man sie ja nach dem pürieren auch noch.
    Aus den groben Gewürzen (Zimt, Nelken, Lorbeerblätter, etc.) habe ich “Gewürzpäckchen” gemacht, sie also in Teefilter gesteckt und somit nach dem Kochen wieder rausgenommen. Vielen Dank nochmal fürs Rezept!

    Karupin

    avatar 2011.03.17
    16:39

  16. Karupin,
    die Idee mit dem Gewürzsäckchen ist toll, danke! Darauf bin ich gar nicht gekommen.

    Amatō

    avatar 2011.03.17
    20:32

  17. chris-chan

    avatar 2011.04.14
    20:58

  18. ?
    Nein.
    Dann hätte ich das angegeben/verlinkt, nicht? Ist es so “außergewöhnlich” eine Freundin in Japan zu haben?
    Die Anleitug, die ich von ihr bekomen habe, war in der japanischen Sprache.
    Da gibt es eine japanische Seite, die vielen bekannt ist, es sind, glaube ich, Farmer, die vieles selbst machen und die Anleitungen online stellen(z.B. auch wie man selbst Miso oder Soyasauce herstellen kann, Zucker aus Zuckerrohr und vieles mehr). Es scheint die gleiche Quelle zu sein.

    Amatō

    avatar 2011.04.15
    08:50

  19. eigentlich war das nur ne ehrlich gemeinte frage oO, hätt ich halt lustig gefunden

    chris-chan

    avatar 2011.04.15
    12:56

  20. chris-chan,
    das ist jetzt nicht böse gemeint, ich finde Unerhlichkeit aber nicht so “lustig”.
    Ich kann es aber ein wenig verstehen(denke ich) was Du meinst. Einige der Seiten/Blogs mit japanischen Rezepten erwecken gern den Eindruck, die “großen Kenner” zu sein, z.B. Angaben zu Ursprung der Rezepte sind nicht vorhanden(obwohl man oft erkennt, welches Kochbuch verwendet wurde/voher es stamm). Finde ich auch doof.

    Amatō

    avatar 2011.04.16
    08:59

  21. Thank you for the recipe,
    I was really surprised when I smell and taste the resulting sauce, finding it similar to the commercial version, but much more delicious.
    It was also because of the amount of the ingredients, that you can possibly think of a big mess or, at first time preparation, do not pay attention about what you are pouring in the sauce, but at the end it looks like your instruction are really versatile.
    So, for example, I paid attention to the amount of salt finding ~25gr was fitting good (using salt-reduced soy sauce ), and at first moment I added sugar automatically following the instruction. But if considered the called amount I think it results a key ingredient, and enough to safely store Sosu for long time. I hope, so.
    I remembered of the sugar because finishing cooking the veggies, every thing was really dry so that I worried that ground spices can not soak, but when sugar dissolved everything go right.
    Anyway, as a result, I ended up unexpectedly with more than 1.2lt of sauce, and a part I didn’t let maturate but just stored in the refrigerator and started to use.
    I also passed the sauce through 2 sieves, and disposed one cup of residues the first time and much more with the closer sieve.
    Despite of this amount the sauce is very thick but it was a time consuming job and at the end sauce was not hot. I hope the two dark bottles has been well sealed to keep them in a dark place, but out of the refrigerator. I have to wait at least another week to say.

    Personally, I like the cinnamon flavour, but I also think that the spice bag can help saving time with the sieves.

    Cosimo

    avatar 2012.09.03
    07:42

  22. Did you like the taste? I like it a lot, and you can keep it for a long time.

    Cosimo, Im very sorry about not answering your comments in last time, I just absolutely needed a break from blogging(was somehow burn out), but now Im bakc with “new powers”. Chesnuttime starts now! :) Lets make some chestnut wagashi, but first I need to post some sumer wagashi I made. :)

    Alexandra

    avatar 2012.09.19
    10:10

  23. Hallo Amatô,
    ich hab das Rezept neulich ausprobiert und bei mir ist leider einiges schiefgegangen, wodurch sie jetzt nicht wirklich so schmeckt wie meine Original Okonomiyaki-Soße.
    Also ich hab einen sehr großen Topf genommen und darin ist die Flüssigkeit sehr schnell verdampft ich hatte zwar immer was nachgeschüttet aber iwie ist am ende knapp nur 400 ml rausgekommen jetzt schmeckt die sehr intensiv. Meine frage jetzt an dich ist es möglich diese noch zu retten?
    Dann sind mir noch ein paar fragen bei deinem Rezept gekommen bezüglich der Mengenangabe und deren Verarbeitung.
    Der Apfel muss ich den reiben oder klein schneiden? Ich hatte den jetzt gerieben reingetan. Die Zimtrinde die 3 Stück wie groß sind die 3 Stück ich hatte verschiedene größen zur Auswahl. 10 cm Kombu heißt das dann 10×10 cm Kombu stück?
    Sorry das ich dich so direkt mit Fragen löchere aber ich möchte in diesem Jahr einen deutsch-japanischen Imbiss aufmachen und dort will ich Okonomiyaki mit einer selbstgemachten Okonomiyaki Soße ohne Geschmacksverstärker anbieten.
    Danke schonmal für deine Antwort.
    Gruß
    Andrea

    Andrea

    avatar 2013.04.06
    22:15

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