Kuro Mame Neujahrskuchen

Neujahrskuchen mit Kuro Mame

und Yuzu Marmelade

Hier ist er also, der “berühmte” Neujahrskuchen: „Kuro Mame Paundo Keki“(パウンドケーキ bedeutet “paundo keki”, von englischen “pound cake”, also ein Pfundkuchen). Es handelt sich um einen einfachen aber saftigen Rührkuchen, viele japanische Hausfrauen backen diesen, nachdem die Neujahrsfeiertage vorbei sind. Warum? Weil die traditionellen Osechi Gerichte eigentlich immer Kuro Mame, süß eingekochte schwarze Sojabohnen enthalten. Da oft einiges von diesen köstlichen Bohnen übrig bleibt, kann man daraus einen leckeren Kuchen backen. Das besondere an diesem Kuchen ist das wunderschöne gefleckte „Gepard“ Muster, welches durch die Zugabe von genügend schwarzen Sojabohnen entsteht, leider hat dies bei mir nicht so gut funktioniert. Das Problem war wohl, zu  wenig Kuro Mame, das ist ärgerlich, da ich noch mehr als genug da hatte.

Das Rezept ist wieder mal von einer japanischen Kochseite, bei den Zutaten war etwas, was ich nicht kannte, da gelang mir zuerst die Übersetzung nicht, mittlerweile habe ich es aber „geknackt“. Es handelte sich um getrocknete Aprikosen, die ähnlich wie schwarzen Sojabohnen  süß eingekocht werden, dieses Gericht kann auch ein Beastandteil der traditionellen Osechi sein. Diese süßen Früchte eignen sich natürlich hervorragend für einen Kuchen. Ich hatte leider keine und habe diese Komponente ausgelassen, um das auszugleichen habe ich mehr von der heiß geliebten Yuzu Konfitüre verwendet(die war in dem Rezept sowieso vorgesehen). Hätte ich bloß nachgedacht und mehr schwarze Sojabohnen reingemischt! Ich habe mich so sehr auf das Gepard Muster gefreut… Na ja, wenigstens ist der Kuchen vom Geschmack her sehr gut geworden, schön saftig, nicht zu süß und mit viel Yuzu Aroma. Der Kuchen wird außerdem sofort nach dem Backen mit einem Sirup aus Grand Manier(Orangenblütenlikör) Yuzu Konfitüre und Zucker bestrichen, das macht  ihn zwar ein wenig klebrig aber extrem gut.

Leider hatte ich ziemliche Probleme mit dem Schneiden des Kuchens(man kann es sehen), und überhaupt, ich sollte ein wenig lockerer werden. Immer wenn etwas nicht 100% gelungen ist, möchte ich es nicht hier reinstellen. Es stapeln sich Bilder von so vielen leckeren Speisen, aber veröffentlichen tue ich es nicht, weil ich immer der Meinung bin, es sei nicht gut genug(albern, oder?).

Bei mir gab es auch noch ein wenig Probleme mit der Backzeit, ich habe aber das Original Rezept erstmal verdoppelt, da die japanischen Kuchen oft sehr klein sind(Angaben wie 33g oder 84g Mehl gehen manchmal schon auf die Nerven… ;-) ). Es blieb aber nicht bei dem Verdoppeln.  Das ist echt schon eine Krankheit bei mir, ich gehe mir selber schon damit echt auf die Nerven, es scheint mir unmöglich zu sein, ein Rezept einfach ganz normal beim ersten Mal zu folgen, ich muss immer meinen Senf dazugeben und hinterher jammern, wenn es nichts wird(wie jetzt).

Es war angegeben, den Kuchen in einer flachen breiten Form zu backen. Ich wollte ihn aber in einer hohen schmalen Form haben(warum, wenn ich das nur wüsste…)  und hatte eine viel längere Backzeit. Deswegen, unbedingt bitte beachten: nach dem Ablauf der angegebenen Zeit eine gründliche Probe mit einem Messerrücken machen, dieser sollte in der Mitte sauber rauskommen. Am Ende hat sich meine Backzeit auch verdoppelt, eigentlich logisch bei der doppelten Menge des Kuchens, oder? (habe ich da einen Denkfehler?)

Was die Eier und Butter anbetrifft, wegen diverser Dioxine(wieder mal) in unserem Essen und Tierhaltung überhaupt: die Butter im Rezept kann man durch Alsan „Butter“ ersetzen, das ist eine sehr gute vegane Margarine, die genau so schmeckt wie Butter- wirklich. Deswegen nenne ich es vegane Butter, da Margarine in meinen Ohren ein wenig abwertend klingt. Alsan kann ich mittlerweile in Kaufland bekommen, am besten danach fragen, immer mehr Menschen haben auch diverse Unverträglichkeiten, und große Supermärkte sind oft bereit, mehr solche Lebensmittel ins Sortiment aufzunehmen(diese Butter kostet knapp 80 Cent).

Wegen dem eventuellen Eierersatz (da bin ich noch dran), ich habe meinen Kuchen erstmal mit den Eiern aus meiner Ökokiste gemacht, die sind von einem Biohof in meiner Nähe. Bio Bauern dürfen nur Korn verfüttern, keine dubiosen Futtermischungen mit technischen Fetten. Es erweist sich also zum wiederholten Male als richtig, Bioprodukte zu kaufen, auch wenn dies nicht die Lösung der Probleme ist, es ist wenigstens ein kleiner Anfang in die richtige Richtung.

Japanischer Neujahrskuchen mit schwarzen Sojabohnen

Für eine kleine Backform(  9×7×6cm)

50g Kuro Mame, süße schwarze Sojabohnen
4-5 EL Yuja-cha, Yuzu Marmelade
80gHakuriki-ko, weiches Weizenmehl oder 60g 405 Weizenmehl + 20g Stärke
0,5 TL Backpulver
40g hellen Rohrzucker  oder hellen braunen Zucker
60g Butter oder vegane Alsan Butter
1 Bio Ei
Sirup zum Bestreichen:
2 EL Grand Marnier, Orangenblütenlikör
4 El Yuja-cha,Yuzu Marmelade
2 EL Zucker
2-3 EL Wasser

Eier und Butter sollten Raumtemperatur haben, auch die Yuzu Marmelade sollte nicht kühlschrank-kalt sein.Backform mit Butter bestreichen.

Den Sirup herstellen(am besten während der Kuchen schon im Backofen ist):
Wasser, Zucker und Orangenlikör kurz in einem Topf erhitzen, bis der Zucker sich aufgelöst hat, dann die Yuzu Konfitüre zufügen und kurz einkochen.

Mehl mit Backpulver zusammenmischen und sieben, auch den braunen Zucker sieben, sollte er klumpig sein.
Für den Kuchen, in einer Schüssel Butter mit Rohrzucker hell und cremig rühren, dann das Ei zufügen, vermischen und die Yuzu Marmelade.
Das gesiebte Mehl mit den abgetropften Kuro Mame vermischen(das habe ich nicht gemacht, war ein Fehler) und unter die Butter-Zucker Mischung rühren.
Alles in eine Form gießen und in der Mitte eine Delle machen, damit der Kuchen gleichmäßig wird.
Bei 170C° im vorgeheizten Ofen 30- 35 Minuten backen. Sofort nach dem Backen mit dem vorbereitetem Sirup bestreichen, und abkühlen lassen.
Sollte der Kuchen während des Backens oben zu dunkel werden mit Alufolie abdecken(Angabe vor allem für japanische Backoffenarten, da diese sehr klein sind)

Gedanken, Tipps:
Die Angaben der Backzeit sind für einen japanischen Gasbackofen, sie können sich ein wenig von unseren unterscheiden. Bei Elektroofen wird die Backzeit vermutlich länger dauern. Für kleine Backöfen wird angegeben, die Temperatur um 20°C weniger/mehr einstellen.
Eine Schale mit Wasser im Backofen während der Backzeit stehen lassen.
Damit ein schönes Muster entsteht, mehr Kuro Mame verwenden, 100-120g anstatt 50g.
Yuzu Marmelade gibt es bei Dae Yang als Yuja-cha, “Zitronentee”, man kann auch eine gute Orangenmarmelade verwenden.

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9 Comments:

  1. Wieder mal ein tolles Rezept was zum nachbacken anregt.
    >>Am Ende hat sich meine Backzeit auch verdoppelt, eigentlich logisch bei der doppelten Menge des Kuchens, oder? (habe ich da einen Denkfehler?)<< ja, hast du – die längere Backzeit kommt nicht von der Menge, sondern von der Höhe des Kuchens.

    Haruko

    avatar 2011.01.17
    12:07

  2. Also ich finde er sieht sehr hübsch aus und vor allem sehr lecker. Mir geht es mit meinen Bildern ebenso, deswegen wandern bei mir nur die “schönsten” Bilder ins Backalbum :-)
    Aber eigentlich kann man doch schon stolz auf sich sein wenn etwas nicht ganz 100%tig gelungen ist, man ist ja kein gelernter Wagashi-/Kuchenmeister und bekommt es trotzdem hin, manch einer würde sich vielleicht nicht mal drübertraun! Mich würden auch Deine anderen Rezepte und Bilder sehr interessieren, ich wette sie sind wunderbar.

    Karupin

    avatar 2011.01.17
    12:15

  3. das sieht supergut aus! sinken die Bohnen beim Backen nicht ab ?

    Kikuyu

    avatar 2011.01.18
    12:51

  4. Haruko,
    danke für den Tipp, ich habe immer wieder Probleme mit den Backzeiten, weil ich ständig Kuchen in anderen backformen backen will.

    Karupin,
    danke schön, das ist lieb, aber, na ja, mancher dieser Rezepte oder auch Bilder sind wirklich nicht so toll(manches sieht wirklich “komisch” oder “zum weglaufen” aus). Aber, es gibt paar Speisen, die ich unbeding einstellen muß, sie sind einfach und sehr lecker. Das mache ich. Versprochen. :-)

    Kikuyu,
    die sinken wirklich nicht ein, man soll ja auch die Kuromame mit dem trockenem Mehl vermischen.Das habe ich aber vergessen. Und viel zu wenig Kuro Mame! Das Muster ist sonst so schön!

    Amatō

    avatar 2011.01.18
    16:11

  5. Na da freu ich mich schon :-)

    Karupin

    avatar 2011.01.19
    00:08

  6. I tried your yuzu cake that you posted a while back ( I have to admit I didn’t make it though. My friend made it for me.) but it was absolutely devine!!! I love anything citrus so I’ll have to try this one next. THANKS!

    Umamitopia

    avatar 2011.01.19
    07:35

  7. Do you have a boyfriend who can bake cakes?? I´m jelaous! ;-)
    Nice to hear you liked it, these small yuzu cakes are tasty!

    Amatō

    avatar 2011.01.24
    11:11

  8. wenn 50g zuwenig sind: wieviel kuromame würdest du empfehlen?

    kikuyu

    avatar 2011.09.02
    08:49

  9. Ich hoffe, die Antwort kommt nicht wieder zu spät, ich würde so 100g nehmen. ich esse die Kuro mame sehr gerne, du auch, oder? Gut abtropfen lasen un mit dem Mehl vermischen, so sinken sie nicht ein. :-)

    Amatō

    avatar 2011.09.03
    11:43

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