Beerencrumble mit Kinako

japanisch, Kuchen, Crumble, japanische Rezepte

Wa-fu Beerencrumble mit Kinako

Ein Crumble ist ein einfaches Dessert oder auch eine Mehlspeise aus England, übersetzt bedeutet es so viel wie “Krümel”. Es ist eine Art Auflauf, Früchte werden mit einem leckeren Streuselteig bestreut(dabei zerkrümelt man diesen, daher der Name)dann wird alles im Backofen überbacken. Wirklich nicht zu schwer,  aber so köstlich! Crumble wird oft mit Äpfeln oder auch Rhabarber gemacht, grundsätzlich eignen sich viele Arten von Früchten, sie sollten nur säuerlich sein, sonst wird es zu süß. Mein Lieblings Crumble ist aus einer Beerenmischung, dafür verwende ich einfach gefrorene Früchte, sie müssen nicht aufgetaut werden. Um es ein wenig “wa-fu” also im japanischen Still zu machen, habe ich Kuro Sato, braunen Zucker und Kinako verwendet. Kuro Sato kann man mittlerweile in jedem Bioladen oder auch in Drogerie Markt (DM oder Rossman) bekommen, unter den Namen “Sukanat”. Sukanat ist der natürliche getrocknete Saft des Zuckerrohrs und gehört zu den gesunden, natürlichen Süßungsmitteln. Dieser Zucker enthält viel Eisen und Vitamine, er ist überhaupt nicht raffiniert. Kinako ist geröstetes Sojabohnenmehl, das kann man auch mit geriebenen Walnüssen oder auch Erdnüssen in diesem Rezept ersetzten. Im Supermarkt gibt es aber auch geröstete Sojabohnenkerne(als Snack), die sehr nussig schmecken, diese wären zerkleinert schon fast wie Kinako. Somit ist diesmal dieses Rezept wirklich einfach nachzukochen.

Warum es so wichtig ist, na ja, es gab “Beschwerden” ;-) . Ich habe vor paar Tagen nämlich den „liebster Blog Award“ bekommen, von Evi/Kyche. Zuvor schon wurde von Evi eine „wilde Querschnittliste für Neueinsteiger“ erstellt, und bei Jana veröffentlicht, so fand sich mein Blog bei den „30 interessante Koch- und Backblogs“. In diesem Fall handelt es sich mal wirklich um eine kleine Auszeichnung und ich habe mich sehr darüber gefreut, hier geht es darum, weniger bekannte Blogs eben bekannter zu machen.  Ich wollte mich irgendwie bedanken, deswegen habe ich das Rezept zusammengestellt, es sollte aber nicht zu schwer zum nachzukochen sein, siehe “ leider wegen fehlender Zutaten und unbekannter Methoden anspruchsvoll nachzukochen“. ;-)
Na ja, es ist nun mal japanische Küche… Dafür kann sich wirklich jeder sicher sein, die von mir eingestellten Rezepte sind wirklich authentisch und echt japanisch, sollte es nicht so sein, gebe ich es an. :-)

So, liebe Evi und Jana, das ist dann ganz für Euch(der ganze Crumble, beide Schalen, deswegen auch 2, damit es keine Schlägereien gibt ;-) ). Danke für diese nette Geste! Ich habe das Rezept auch erfolgreich veganisiert, da ich weiß, dass Evi eine Laktose Unverträglichkeit hat. Hier kann ich auch wieder die köstliche Alsan Butter empfehlen, diese ist zum Backen sehr gut geeignet. Außerdem ist diese Crumble Variante  vollwertig und ballaststoffreich, die Verwendung des Vollkornmehls macht diesen “Kuchen” in keiner Weise trocken, da es genug Saft der Beeren gibt. Gutes Vollkornmehl und Haferflocken in Bio Qualität gibt es auch bei DM Markt. Dieses Dessert schmeckt sehr gut mit einer Vanillesauce, hier gibt es auch einige Sojamilch Varianten, aus denen solche Sauce gemacht werden kann. Kuro Sato Zucker und Kinako sind außerdem eine sehr japanische Kombination, diese wird bei vielen Kuchen, Desserts und Wagashi verwendet, sie ist sehr köstlich.

japanisch, Kuchen, Crumble, japanische Rezepte

Wa-fu Beerencrumble

im japanischen Still, mit Kinako und Kuro Sato

125g  Weizenvollkornmehl(oder 50%Vollkorn/50% normales Mehl)
80g Haferflocken
150g Kuro Sato Zucker(Sucanat)
1/4 Tl Salz
125g Alsan “Butter”(vegan)
4-5 El Kinako, geröstetes Sojabohnenmehl oder Nüsse(siehe oben)
+ Kinako zum bestreuen
1/2 Tl Zimt
ca. 200g Beeremischung, gefroren
3-4 große Esslöffel Ahornsirup
Zitronensaft einer halben Zitrone, nach Geschmack (hängt von der verwendeten Fruchtsorte ab, bei Beeren weniger)

Die Beeren müssen nicht aufgetaut werden, es ist sogar besser sie gefroren zu verwenden, so werden sie nicht matschig. Es gibt fertige Beerenmischungen mit Heidelbeeren, Johannisbeeren, Erdbeeren und Kirschen, aber auch nur pure Heidelbeeren sind köstlich.
Die Beeren in eine Schüssel geben und mit Ahornsirup und Zitronensaft vermischen, dann in eine Auflaufform füllen.
Für den Streusel Teig alles Zutaten in eine Küchenmaschine geben und die kalte(wichtig) Alsan Butter in Stücke schneiden und dazu geben. Die Küchenmaschine für 2 Minuten einschalten, bis eine krümelige Masse entsteht.
Die Beeren mit dem Streuselteig bedecken und im vorgeheizten Backoffen bei 180°C ca. 30 Minuten backen. Rausnehmen und mit Kinako bestreuen. Mit Vanille Sauce oder auch pflanzlicher Sahne servieren, köstlich! Ich und Kater sind verrückt nach diesem “Kuchen”, oben ist es richtig knusprig, unten dann die Beerenschicht, einfach lecker.

japanisch, Kuchen, Crumble, japanische Rezepte

Wie könnte ein Crumble auf Japanisch heißen? Kann vielleicht jemand aushelfen? Meine Idee war ぼくぼく boku boku keki von “boku-boku shita”(ぼくぼくした ぼくぼくした) es bedeutet soviel wie “zerkrümelt” oder “krümelig”. Es gibt ja auch diese “kuru-kuru” Cookies, das sind kleine Kügelchen, der Name kommt von rollen oder kullern(sehr niedlich). ;-)

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11 Comments:

  1. ich würde sagen “ku-ra-n-bo-ru” (katakana) da es ja ein adaptiertes rezept ist.
    es sieht köstlich aus! ich schmecke schon fast die zarte beerensäure!

    Für mich warst Du schon lang die nummer 1 (=^_^=), schön , dass andere das ähnlich sehen

    Kikuyu

    avatar 2011.01.25
    12:13

  2. Danke, Du Augentier… ;-)
    Ja, Mensch, Katakana, eben… Ich habe ein wenig geschaut und auch nachgefragt, meine japanischen Freunde kannten Crumble aber nicht. Dafür weiß ich jetzt, wie einge andere westliche Kuchen usw. heißen, die Namen sind echt süß.
    Der Crumble wäre auf jedenfall was für Dich, da bin ich sicher!

    Amatō

    avatar 2011.01.25
    12:47

  3. … die Start-idee war ja auch lediglich, etwas Hintergrunddeko für Dich zu “fummeln”

    Kikuyu

    avatar 2011.01.25
    12:49

  4. Ui, Crumble, lecker! Einer meiner Lieblingsnachtische, weil er unglaublich lecker ist, und ausserdem einfach und schnell gemacht ist. Und man kann ihn toll variieren. Japanisiert mit Kinako muss ich auch mal unbedingt probieren. Ich finde am allerbesten passt Vanilleeis (gibts ja auch vegan) dazu, der noch warme Crumble mit dem kalten, cremigen Eis… einfach perfekt.

    Und Glückwunsch zum Award! Ja, das ist auch einer meiner Lieblingsblogs, tolle Rezepte, alles schön ausführlich und tolle Optik. Mach weiter so…

    Frollein M

    avatar 2011.01.25
    14:19

  5. Danke! :) Mit Kinako, das ist eine wunderbare Idee! Stelle ich mir prima vor. Wird ausprobiert. Und ist auch ansonsten schön “europäisch” von den Zutaten her. ;)

    Crumble habe ich witzigerweise bei meiner Französischen Gastfamilie kennen gelernt, damals beim Schulaustausch. Die hatten das von einem englischen Gastkind. ;)

    Evi

    avatar 2011.01.25
    18:07

  6. Ja, warum lässt du es nicht einfach als クランブル so heissen crumbles zumindest auf japanischen blogs. Vielen Dank für das Veganisieren :) ich freue mich schon aufs nachkochen bzw -backen :)

    Torwen

    avatar 2011.01.27
    13:30

  7. Ich hab noch nie so einen crumble gegessen! Der sieht echt lecker aus. Ich weiß aber nicht, ob mir die ganzen Beeren nicht zuviel wären, da ich z.B. sowas wie rote Grütze eher weniger mag. Schmeckt das so ähnlich? Toll, dass du auch so einen Award hast. Ich wollte ihn dir eigentlich auch verleihen, aber ich war erstens zu lahm und zweitens bist du eigentlich ja kein unbekannter Blog ;-)

    Token

    avatar 2011.01.28
    09:27

  8. Evi,
    ich danke Dir für die Nominierung!(Jana mag ihren Crumble wohl nicht… ;-) ) Es gibt noch “cobbler” das ist doch so ähnlich,oder? Sagt es Dir etwas?

    Torwen,
    vielen Dank! Meine Freundin kannte es nicht, sie dachte, ich meine Streuselkuchen(den kannte sie aber), ist Crumble also doch in Japan bekannt(na klar ist es…es gibt doch kaum etwas, was die Japaner nicht kennen wüden, wenn es essbar ist…)
    Meine anderen Veganisier-Erfolge waren bis jetzt leider recht dürftig…(ungenießbare Zitronenmuffins usw.)

    Token,
    Du kannst auch den Crumble mit Äpfeln versuchen, das war mein aller erster: mit Äpfeln und Heiderlbeeren.Sehr lecker und super einfach, die Äpfel mussen nicht mal geschält werden, nur entkernt und in Scheiben. Ich mag “gekochte” Erdbeeren auch nicht, wenn die in solchen Beerenmischungen sind, stört mich das auch.
    Aber ich finde nicht, dass es wie rote Grütze schmeckt, davon bin ich auch kein Fan. Eher wie ein sehr fruchtiger, saftiger Kuchen.
    Mit dem “unbekannte” waren Blogs gemeint, die nicht so viele Besucher haben(unter 3000 ;-) , so viele habe ich nie im Leben), das war ja der Sinn dahinter, troztdem vielen Dank für Deine lieben Absichten!

    Amatō

    avatar 2011.01.28
    16:42

  9. Ich liebe Kinako und als ich das Rezept entdeckte, usste ich es natürlich gleich mal nachbacken (vor allem, weil es so einfach klang).
    Der rohe Streuselteig ist superlecker (habe allerdings normale Butter genommen und den Zimt vergessen). Dann gebacken über Äpeln und TK-Heidelbeeren hat es mir nicht mehr ganz so gut geschmeckt. Auch fand ich 200 g Früchte zu wenig für die Menge an Streuseln und habe den Obstanteil großzügig erhöht.
    Bei einem Crumble geht das ja zum Glück.
    Doch als ich dann die Soße zum Crumble gab, konnte man gar nicht mehr aufhören.
    Für die Soße habe ich etwas Soja-Vanilleeis mit viel Seidentofu glattgerührt und geschlagene (Vanille-)Schlagsahne untergehoben.
    Jetzt bin ich am Überlegen, wie man diese leckeren Kinako-Streusel noch verwenden kann. Hmm, als Kruste bei einem Melonpan vielleicht …
    Mal ausprobieren.^^

    Mari

    avatar 2011.03.30
    06:02

  10. Mari,
    aus den leckeren Streuseln habe ich auch Kekse gebacken, die waren sehr lecker und knusprig, und supereinfach(ich habe die Streusel einfach in kleine Förmchen gepresst, ähnlich Muffinformen). Vielleicht mit paar Stückchen Rosinen? Wenn Du die Kekse backen willst, gib bitte noch 2-3 El Sojamilch oder Wasser dazu, dann schmecken sie besser.
    Ich mag Crumble mit Apfel nicht so gerne, mache meinen nur mit Beeren, und auch nicht so viel Obst rein, weil mir eben der Teig so gut schmeckt. Deine Sauce hört sich gut an!

    Amatō

    avatar 2011.03.30
    15:36

  11. Beim Durchstöbern von japanischen Rezepten sind mir einige Rezepte aufgefallen, bei denen auch mit Streuseln gearbeitet wird. Dort heißt es Batâ Soboro.
    Ich finde aber Kuranburu auch völlig OK.
    Der Begriff “Bokuboku” ist mir neu.
    Auf jeden Fall klingt Bokuboku-Kêki sehr niedlich.^^

    Mari

    avatar 2011.05.09
    19:25

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