Japanisches Weihnachtsgebäck: Matcha Schneeball Cookies

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Japanisches Weihnachtsgebäck

Matcha Schneeball Cookies mit Wasabon

Das Weihnachtsfest spielt in Japan keine so große Rolle, es wird zwar auch gefeiert, und überall hängt weihnachtliche Dekoration,  das alles hat aber eigentlich einen rein kommerziellen Hintergrund.
Die meisten Japaner sind Buddhisten, somit ist es eigentlich ein ganz normaler, freier Tag. Die meisten Familien entspannen zuhause,  gehen gerne auswärts essen, und ein クリスマスケーキ Kurisumasukeki, ein “Christmas Cake” wird gekauft. Dieser Weihnachtskuchen ist eine kleine Torte mit Schlagsahne und Erdbeeren, ganz ehrlich, das ist vielleicht ein schöner Kuchen, aber doch nicht für Weihnachten…Deswegen spare ich mir diesen ;-) .
Andere gern gegessene Kuchen sind die aus Frankreich stammende Bûche de Noël (auch  Weihnachtsbaumstamm genannt), in Form eines Holzscheites, oder auch Baumkuchen aus Deutschland.
Was kleine Plätzchen anbetrifft, diese gibt es natürlich auch, es wird aber weniger zu hause gebacken. Wenn man doch ein recht typisches Weihnachts-Gebäck machen möchte, dann wäre es auf jeden Fall dieses: スノーボールクッキー Sunoboru Kukki,  vom englischen “snowball cookies“. Es gibt sie in verschiedenen Geschmacksrichtungen, ohne Matcha sieht das Gebäck einem kleinen Schneeball wirklich ähnlich, außerdem sind sie so zart, dass sie im Mund schmelzen. Diese zarte Konsistenz entsteht durch einen hohen Anteil von Stärke im Teig.
Schneeball Cookies werden aber nicht nur am Weihnachten gebacken, sondern sind eigentlich immer beliebt: knusprig,  zart schmelzend und nicht zu süß sind sie eine wunderbare Begleitung zum einer Tasse Tee.  Ich  persönlich mag die Matcha Variante besonders gerne. Wird wie hier feinster Wasabon Zucker verwendet, ist dieses Gebäck auch ein perfekte Ergänzung zu einer Schale Matcha Tee, und kann eigentlich auch mit einigen Wagashi “konkurrieren”. Deswegen sind diese kleinen, zarten Plätzchen für mich das typische Weihnachtsgebäck aus Japan. :-)

matcha-snowball-cookie japanese sweets

Matcha Schneeball Plätzchen

mit Wasabon Zucker

200 g  weiches Weizenmehl( Hakurikiko)
60 g Weizenstärke(Ukiko)
1/4 Tl Salz
60 g Puderzucker
230g Bio-Butter, weich
Mark einer Vanilleschotte
2 gehäufte  EL Matcha
ca. 50g Wasabon Zucker, zum bestreuen oder guten Puder-Rohrzucker

Die Butter sollte ganz weich sein, am besten für 1 Stunde draußen liegen lassen.
In einer Küchenmaschine die weiche Butter mit dem Puderzucker schaumig schlagen, bis die Mischung hell und cremig ist und den ausgekratzten Mark einer Vanilleschotte untermischen. Das Weizenmehl sieben,  mit der Stärke mischen, das Salz zufügen und das Matcha Pulver  hineinsieben. Diese Zutaten gleichmäßig verrühren und in die Butter-Zucker Mischung sieben, alles glatt rühren. Den Teig in Frischhaltefolie wickeln und für 2 Stunden(oder über Nacht) kalt stellen) damit er wieder fest wird.

Den Backofen auf 175°C vorheizen, das Backblech mit Backpapier belegen.
Aus dem Teig kleine ca. 2 cm große Kugeln formen, und im vorgeheizten Backofen ca. 12-15 Minuten backen, bis die Ränder der Plätzchen anfangen hell-braun zu werden.
Rausnehmen, kurz abkühlen lassen und in den gesiebten Wasabon Zucker tauchen, am Ende den Zucker noch darüber sieben.

Die Schneeball Plätzchen halten sich übrigens 2-3 Wochen(wenn sie solange überleben ;-) ), bitte luftdicht verpacken. Sie zerbrechen leider sehr leicht, also vorsichtig beim eventuellen Transport.

Takoyaki Kukki, Sesam Plätzchen

Nachdem diese Cookies bei meiner Familie so gut angekommen sind und Karupin auch noch die tolle Idee hatte, diese Plätzchen würden Takoyaki ähnlich sehen, habe ich mich entschlossen, das Rezept reinzustellen.

Keine Angst, die haben vom Geschmack her nichts mit Takoyaki, den Oktopus Bällchen am Hut! (obwohl wundern würde mich das nicht, wenn man so manche japanische Süßigkeiten kennt, wie z.B. Lutschbonbons mit Yakitori Geschmack oder ähnliches). Die Plätzchen sind sehr zart und aromatisch, Hauptbestandteil sind geröstete Sesamsamen.

80g schwarzer Sesam + 3-4 El zum bestreuen
20g  Haselnüsse, gerieben
300g Weizenmehl(ich hatte Type 505)
200g Bio-Butter
100g heller Rohrzucker(Syramena)
Prise Salz
2 Eigelb, Bio Eier
Glasur: halbe Tasse Puderzucker mit 1 El Wasser und 1 EL Sake vermischen bis eine dicke Glasur entsteht

Alle Zutaten sollten Raumtemperatur haben.

Zuerst den Sesam rösten, dazu in einer schweren Eisenpfanne bei mittlerer Hitze ca. 5-8 Minuten den Sesam rösten, bis die Körner angenehm duften und einen nussigen Geschmack haben. Wenn die Samen anfangen zu springen, dann ist die Hitze zu hoch. Zur Seite stellen und abkühlen lassen.

Weiche Butter(nicht zu weich) mit dem Zucker und Eigelben verkneten(ich mache das in meiner Küchenmaschine) Prise Salz und die geröstete Sesamsamen zufügen, dann das Mehl darüber sieben.

Alles gut miteinander verkneten und in Frischhaltefolie gewickelt für 2 Stunden in den Kühlschrank stellen, damit der Teig wieder fest wird. Rausnehmen und  aus dem Teig kleine Kügelchen(ca. 2 cm) formen, die Oberfläche in ungeröstete Sesamsamen drücken.

Bei 200°C  im vorgeheizten Backofen auf mittlerer Schiene  ca. 12-15 Minuten backen.

Glasur: aus Puderzucker, 1 EL Wasser und 1 EL Sake eine dicke Glasur verrühren und auf die Cookies auftragen. Ich habe dafür eine spezielles Werkzeug (eine Art Plastikflasche) verwendet, möglich wäre auch die Glasur in einen Plastikbeutel zu packen und eine Ecke abzuschneiden(aber so, dass die Öffnung ganz klein ist) dann die Glasur auftragen. Danach noch mit gerösteten Sesamsamen bestreuen.

Was tun mit dem übrig gebliebenem Eiweiß? Das kann man sehr gut einfrieren(in einen Plastikbeutel gießen und zuknoten) und für andere Kuchen verwenden, bitte nicht verschwenden! Danke! :-)

Nachdem alles fertig gebacken wurde(wie gesagt, das ist keine Gebäck welches nur am Weihnachten genossen werden “darf”!) und es gut durftet, kann ich endlich allen schöne Feiertage wünschen!

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9 Comments:

  1. Das sieht sehr lecker aus – zum Glück habe ich vor Weihnachten noch etwas Matcha gekauft – werde das Rezept morgen ausprobieren.

    Ich wünsche dir noch ein schönes Weihnachtsfest und ein paar ruhige und besinnliche Tage!

    Sendo

    avatar 2010.12.25
    12:13

  2. Sendo,
    das Rezept ist wirklich nicht kompliziert und sehr gut.
    Man kann es auch ohne Matcha machen(solte ich noch nachtragen, dann den Zucker auf 30g reduzieren).
    Bin leider gestern nicht mehr dazu gekommen, den Artikel einzustellen, ein Teil meiner Familie ist vom weite her angereist, und alle wollen japanische Leckereien…So, jetzt muss ich zurück zu der Seitan-Ente, gleich geht es los…(paar Nicht-Vegetarier überzeugen)

    Amatō

    avatar 2010.12.25
    12:43

  3. das sieht ja mal wieder toll aus!! ich muss unbedingt wieder hakurikiko bachordern

    Kikuyu

    avatar 2010.12.25
    18:43

  4. Fröhliche Weihnachten auch dir, liebe neko, das sieht wieder so gut aus dass es gleich ausprobiert werden muss… naja, oder morgen

    Haruko

    avatar 2010.12.25
    21:53

  5. Die sehen ja sehr lecker aus. Sind es eher härtere Plätzchen oder weicher zu kauen? Wie hast Du die Plätzen daneben auf dem Bild gemacht, die irgendwie an Takoyaki erinnern? *neugierig ist* :-)

    Karupin

    avatar 2010.12.27
    14:54

  6. “an Takoyaki erinnern”
    Karupin, Du bist einfach GENIAL! :-D
    Ich suche seit Tagen nach einem Namen für diese Plätzchen! War am überlegen zwischen “kuro goma kukki” oder “goma shio kukki” aber “Takoyaki Kukki”, das ist es! :-D
    Zuerst war ich sehr unsicher, ob sie überhaupt gut sind(bin sehr kritisch was meine Kreationen anbetrifft), aber an den Feiertagen sind sie bei der Familie sehr gut angekommen.
    Das Rezept ist eine Kreation meine Wenigkeit ;-) ein sehr zarter Mürbeteig mit viel geröstetem schwarzem Sesam innen und außen und dicke Zuckerglasur(diese “Mayo”) mit ein wenig Sake. Ein Teil der Plätzchen habe ich auch mit Gomashio, Sesamsalz bestreut, dann aber ohne Glasur.
    Ich stelle das Rezept dann rein, in Ordnung? Als “Takoyaki Kukki”. :-) mache ich noch heute abend, einfach unter die Matcha Snowballs.

    Die Matcha Plätzchen sind auch aus einem sehr zartem Mürbeteig und sind ganz schmelzig und weich wenn man drauf beißt-so wie Plätzchen sein sollen. Ich mag keine harten Plätzchen, bei denen man sich einen Zahn abbrechen kann…;-)
    Meine Tante meinte: “Dein Plätzchen sind so richtig fluffig, ohhh, man kann nicht aufhören!”

    Amatō

    avatar 2010.12.27
    15:42

  7. *g* Freut mich dass Du jetzt einen Namen für die Plätzchen hast ;-)
    Das klingt ja sehr lecker, denn ich finde nichts schlimmer als steinharte Cookies, wobei ich mir ja bei Deinen gedacht habe dass sie gut sind ;-)
    Mach Dir bitte keinen Stress, ich habe Zeit mit dem Rezept, es wird wohl eh noch ein paar Tage dauern bis ich sie ausprobieren kann, aber sie sehen so verlockend aus *mjam*. Vielen Dank aber schonmal im Voraus für das Rezept *freu*
    Oh, und gibt es auch eine Alternative zu Wasabon? Denn ich hab leider noch keinen.

    Karupin

    avatar 2010.12.27
    21:09

  8. Bitte schön, Takoyaki Plätzchen! :-)

    Amatō

    avatar 2010.12.27
    23:05

  9. Yay, vielen Dank! Das ist mal was andres als immer nur Vanillekipferl oder Makronen *freu*!
    Der Name gefällt mir (=^_^=), und ich finds toll dass Du selbst Kekse und Süßigkeiten kreierst, ganz große Klasse!
    Na dann Shinnen-omedetougozaimasu!

    Karupin

    avatar 2010.12.28
    21:09

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