Dango Rezept aus Reis

Dango Rezept aus Reis

Gewöhnlich werden Dango aus Joshin-ko Reismehl hergestellt, welches aus japanischem Urumai Reis (auch Sushireis genannt) gemacht wird. Bei Reismehl gibt es aber in der Qualität große Unterschiede, möchte man also die kleinen Reismehl Klösschen mit wirklich feinem Geschmack genießen, ist eine gute Reis-Sorte notwendig. Japanisches Reismehl kann man zwar mittlerweile im Online Handel bekommen, auch nicht allzu teuer, was tun, wenn man aber unbedingt Dango direkt aus frischem Reis machen möchte? Ich habe für solche Sonderwünsche eine Getreidemühle, für die meisten Menschen gehört diese aber nicht zu der Standartausrüstung(ist mehr etwas für Fanatiker ;-) ).

In Japan verwenden gute Wagashi Shops Reismehl von besonders hoher Qualität, oder stellen Dango vermutlich sogar direkt aus frischem Reis her(vermutlich, ich weiß es nicht). Deswegen dieses Rezept, das hier ist eine meiner Ideen, an der ich seit einigen Wochen rumprobiert habe, und stamm nicht aus einer meiner Bücher. Ich wollte ein Dango Rezept mit richtig guten, vollen Reisgeschmack und mit meiner Lieblings-Sorte, dem köstlichen Tamaki Reis. Außerdem habe ich mich immer wieder gefragt, wie Wagashi Meister in Japan Dango machen würden. Meine Versuche, mit einfachen Mitteln(also ohne Getreidemühle) Reismehl herzustellen waren ein Desaster…

Dieses Rezept ist wirklich gut geworden und ist nicht besonders kompliziert. Die Dango sind nur leicht süß, haben guten Geschmack und Konsistenz, sollten aber mit eine Sauce wie bei Mitarashi Dango oder einfach mit Anko bestrichen genossen werden.
Ich gebe hier zwei Rezept Varianten an, die erste ist nur mit Urumai Reis, die zweite mit einem Anteil von Shiratama-ko(japanischem Klebreismehl). Die Weizenstärke und Sirup machen die Dango weicher und länger haltbar, sie waren auch am nächsten Tag sehr gut(bitte nicht im Kühlschrank aufbewahren).

Eine Sache noch: ich lese immer wieder (auch bei Wikipedia), dass Dango aus Mochi-ko, Klebreismehl gemacht werden, das stimmt so nicht- wirklich nicht. Die klassischen Kushi Dango(am Spieß) werden immer aus Joshin-ko, nicht-klebendem Reismehl hergestellt. Ich vermute, dass es wegen Shiratama Dango(die eigentlich gar keine Dango sind, sonder eher kleine Mochi) immer wieder angegeben wird.
Da ist ein wirklich großer Unterschied in der Textur und im Geschmack, je nach dem welches Reismehl verwendet wird. Manchmal wird ein kleiner Anteil von Klebreismehl(an die 10%) zugefügt, um die Textur zu verbessern.
Als Dango werden ja viele verschiedene Arten von runden, kleine Bällchen bezeichnet(auch z.B. aus Süßkartoffeln oder herzhafte Varianten).  Würde man Kushi Dango nur aus Klebreismehl machen, stimmte erstens die Textur nicht, und zweitens, wären sie viel zu elastisch und ließen sich kaum auf Spießchen stecken, sie wären auch nicht wirklich rund(um mit dem Anbraten/Grillen könnte es zoiemliche Probleme geben).

Dango Grundrezept aus Reis

Variante 1

100g japanischen Urumai Reis(Sushireis, nicht klebend)
100-120 ml Wasser
2 El Weizenstärke(Uki-ko)
3-4 EL Zucker
Prise Salz
3 El Mizuame Sirup oder Reissirup

Variante 2

90g Urumai Reis(Sushireis, nicht klebend)
10g Shiratama-ko oder Mochi-ko (jap. Klebreismehl)
1 El Weizenstärke(uki-ko)
100-120 ml Wasser
3-4 EL Zucker
Prise Salz
3 EL Mizuame oder Reissirup

Sirup zum Bestreichen
5 El Zucker
50ml Wasser

Für dieses Rezept bitte Reis von höchster Qualität verwenden, Tamaki ist eine gute Marke(keine von diesen Billig-Marken wie Diamond oder wie sie alle heißen). Gute Reissorten gibt es bei Dae Yang oder Jamart, auch vielen Bioshops haben guten Sushi Reis im Sortiment.

Die Variante mit Shiratama-ko ist ein wenig weicher, aber auch „gummiger“, die Textur ist ein wenig anders. Zubereitet werden beide Rezepte gleich.

Wegen dem Sirup, der hier absolut notwendig ist: Reissirup wäre eine Alternative, notfalls auch ein Sirup aus Fruchtzucker oder Traubenzucker(diese Zuckersorten gibt es hoffentlich im Supermarkt?). Wenn alle Stricke reißen ;-) , ein Sirup aus gewöhnlichem Zucker im Verhältnis 1:1 wäre vielleicht auch möglich, hier befürchte ich aber, dass die Dango dann relativ schnell hart werden könnten.
ACHTUNG: 1 El des Mizuame Sirups kommt in den rohen Teig, 2 El werden nach dem Garen in den Dango Teig eingeknetet.

Den Reis waschen, bis das Wasser klar ist. Mit Wasser zugedeckt für 12 Stunden im Kühlschrank einweichen, bis die Reiskörner ganz weich sind und man sie mit den Fingern zerdrücken kann.

Am nächsten Tag das Einweichwasser entsorgen, Reis abtropfen lassen  und in einen Standmixer geben, mit 120ml Wasser bedecken. Den Mixer einschalten, die Mischung soll sehr fein püriert werden. 3-4-mal auf höchster Stufe für 20 Sekunden verarbeiten, bis eine weiße, milchähnliche Flüssigkeit entsteht. Wenn man diese mit den Fingern kurz berührt, sollte sie sich fast ganz glatt anfühlen, die Körnchen sollten wie feiner Sand sein. Ein wenig spürbar sind sie trotzdem, das macht aber nichts.

Diese „Reismilch“ in ein mikrowellen- geeignetes Gefäß geben, und die Weizenstärke(bei Version 2 Shiratama-ko Klebreismehl) untermischen,  Zucker , Prise Salz und 1 Esslöffel Mizuame zufügen, ordentlich verrühren. Die Flüssigkeit sollte relativ dünn sein, und glatt vom Löffel fließen.

Zugedeckt für 1,5 Minuten bei 600 Watt in der Mikrowelle garen. Rausnehmen, umrühren und wieder für 1,5-2 Minuten erhitzen. Noch mal rausnehmen und umrühren, wieder für 1-2 Minuten in die Mirowelle stellen.

Der Teig ist gut, wenn es keine weißen Stellen mehr gibt, und er ein wenig hochgegangen ist. Nicht erschrecken, der Teig wird ein wenig krümelig aussehen.

Den Dango Teig kann man natürlich auch in einem Dämpfer(Mushiki) garen/dämpfen, hier weiß ich aber die Zeiten(noch) nicht, ich denke so an die 20-30 Minuten, es dürfen keine weißen, rohen Stelen mehr vorhanden sein, und der Teig sollte stark kleben und eine gewisse Transparenz haben.

Jetzt muss der Teig noch gut durchgeknetet werden, so wird alles elastisch und weich. Früher habe ich es mit einem Stück Stoff gemacht, mittlerweile aber herausgefunden, das es mit Backpapier viel besser und einfacher geht, der Dango Teig bleibt an Backpapier überhaupt nicht haften. Es ist viel einfacher, als mit Stoff.  Den heißen Dango Teig auf das Stück Backpapier geben, und von außen(siehe Bild) mit den Händen drücken und gut durchkneten, bis alles geschmeidig und elastisch ist, das dauert so 2-3 Minuten. Vorsichtig, der Teig ist heiß, kühlt aber relativ schnell ab. Während des Knetens 2-3 EL Reissirup oder Mizuame einkneten, das mache die Dango weicher und schmackhafter.

Nachdem alles gut durchgeknetet und nur noch lauwarm ist, kleine Bällchen formen. An diesem Punkt klebt der Teig überhaupt nicht mehr und kann sehr gut mit bloßen Händen verarbeitet werden.

Auf Spießchen stecken, jetzt können die Dango noch mit Anko bestrichen werden für An-Dango oder wie bei Mitarashi Dango kurz gegrillt und warm mit der Sauce überzogen serviert werden(wäre bei jetzigen Temperaturen angebrachter :-) ).

Ich habe meine Dango noch mit Zuckersirup bestrichen, wegen dem schönen Glanz, und um sie vor dem Austrocknen zu schützen. Sie haben auch so „pur“ sehr gut geschmeckt, eben wegen der guten Reissorte. Möchte man sie aufbewahren, am besten in/mit ein wenig  Zuckersirup befeuchtet, luftdicht abgedeckt und an einem kühlen Ort, aber nicht im Kühlschrank.

Vor einigen Tagen habe ich auch noch feststellen müssen, dass 2 meiner Rezepte fehlerhaft sind(bzw. Angaben, die ich gemacht habe).
Dieses Rezept hier und auch die anderen Dango Rezepte(Mitarashi und Tsukimi Dango) sind KEINE Rezepte für die Arten wie Hanami Dango, diese werden wieder ganz anders gemacht, wie ich vor kurzem erst herausgefunden habe. Diese Art von Dango wird aus feinem Reismehl, mit viel Zucker hergestellt, und ist sehr süß und aromatisch, sie werden ja auch ohne Sauce, pur gegessen.

Für den guten Geschmack wird ein Reismehl der besten Qualität verwendet, oft auch das besonders feine Jouyou-ko Reismehl. Sonst würden diese Dango doch nach gar nichts schmecken, und wären mit Sicherheit keine so beliebte Süßigkeit, gerade bei Kindern. Wie sollen denn Hanami Dango gut sein, wenn sie nur aus Reismehl und Wasser bestehen? Das habe ich mich auch seit länger gefragt- auch ich bin davon ausgegangen, dass die meisten Dango ungefähr gleich zubereitet werden – dem ist nicht so.
Ich habe vor einigen Wochen ein echtes Hanami Dango Rezept „ergattert“ ;-) , dann bekam ich noch das Rezept für Tsukimi Dango und war wirklich erstaunt, dass die Unterschiede so groß sind.

Bitte um Verzeihung bei allen Personen, die ich falsch informiert habe, dass man das Miratashi Dango Rezept auch für Hanami Dango verwenden kann, das stimmt so nicht! Ich bin aber selber am lernen…
Auch das Tsukimi Dango Rezept ist fehlerhaft, das muss ich noch nachbessern! Fürs erste eignet sich dieses Rezept hier schon dafür, da es auch pur ganz gut schmeckt.

Die beste Zeit, um jedes Problem zu lösen ist, bevor ein sichtbares Zeichen erscheint. Kaufen Medikamente online kann eine kostengünstige Methode, um Budget auf Rezepte zu sparen. Kamagra ist eine der besten dank im voraus Behandlungsmöglichkeiten aller Zeiten. Was ist mit http://kamagra-de.biz/kamagra-in-deutschland.html und sexuellen Gesundheitsproblemen? Wahrscheinlich hat jeder Mann davon gehört kamagra Deutschland. Eine medizinische Forschung über kamagra in Deutschland fand, dass die häufigste sexuelle Störung der Männer ED ist. Die Anzeichen von sexuellen Störungen bei Männern sind das Versagen, eine für die sexuelle Funktionsweise ausreichende Erektion zu erhalten. Ist es ernst Mal schauen. Es gibt Nebenwirkungen mit jeder Art von Heilmittel möglich. Denken Sie daran, dass die Bestellung erektiler Dysfunktion Medikamente ohne Rezept kann unsicher sein.

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9 Comments:

  1. Nach meiner “ich-back-für-den-geburtstag”-Pleite trau ich mich erst mal an keine experimente mehr ran, mein stolz hat etwas zu sehr gelitten. Aber ich kann mir sehr gut vorstellen, wie gut diese Dango schmecken ^^

    Lydia

    avatar 2010.12.14
    09:08

  2. Ich bin begeistert… endlich ein Rezept bei dem die Dango so werden wie ich sie aus Japan kenne (meine zum Hanami haben furchtbar geklebt und waren nur mit Unmengen Sirup essbar)

    Haruko

    avatar 2010.12.16
    16:46

  3. Haruko,
    ein Hanami Danog Rezept stelle ich noch rein(wenn es so weit ist, nicht Mitte Dezember, ;-) ) das ist dann wirklich richtig echt, wie man sie in Japan in Wagashi Shops(Quelle des Rezepts) macht. :-)
    Das andere Rezept ist wirklich nur für Mitarashi oder An-Dango.

    Amatō

    avatar 2010.12.17
    08:03

  4. Ich würde das ganze auchmal gerne probieren, die Anleitungen verlocken ja regelrecht dazu so etwas nicht nur als “Fertigprodukt” auserhalb von Japan zu essen.

    Leider finde ich die Reis/ Mehlsorten bei den Läden die angegeben wurden nicht X.x…
    Shiratama-ko / Mochi- ko und Urumai Reis..
    Habe Tamaki Reis gefunden, aber da steht Hagamai~

    Könnte man mir helfen, bin verzweifelt. Die Läden bei denen ich sonst Asiaware kaufe haben das auch nicht…

    Kitzune

    avatar 2010.12.22
    19:16

  5. Kitzune,
    hier bei Dae Yang gibt es Shiratamako und andere Mehlsorten für Wagashi.
    Guten Reis gibt es hier
    Du kannst jeden japanischen Reis dafür nehmen, der gute Qualität hat, auch z.B. “Kagayaki” oder “Yumenishiki”(das sind die sorten, die ich bereits kenne). Okomesan ist auch gut.
    Hm, habe ich die Läden nicht angegeben?

    Amatō

    avatar 2010.12.22
    21:09

  6. Doch, schon xD.
    Aber ich bin zu blind gewesen die Sorten zu finden.. Shiratamako.. ohne den Bindestrich.
    Und ich hätte es auf anhieb gefunden xD.

    Danke für die Links. Sonst hätte ich mir wahrscheinlich das falsche Mehl doch noch gekauft.

    Erster Versuch wird bald hoffentlich gelingen. Danke für deine tolle Seite. Echt viele gute Rezepte!

    Schöne Weihnachtsfeiertage und nen guten Rustch ^^

    Kitzune

    avatar 2010.12.25
    14:01

  7. Hm… hab ich das Rezept für Hanami-dango nun übersehen oder bist du noch nicht dazu gekommen? Die Kirschen blühen jedenfalls =^.^=

    Haruko

    avatar 2011.04.15
    12:29

  8. Kann man das auch mit ganz normalem Mehl herstellen? Bei uns kriegt man Reismehl nicht und teuer bestellen zum ausprobieren…? Nein… =(

    Wammy

    avatar 2011.07.04
    22:33

  9. Hier ist ein Dango Rezept mit Reismehl, was meinst Du denn mit “normalen Mehl”? Dango müssen schon aus Reismehl gemacht werden, sonst schmecken sie doch überhaupt nicht.

    Amatō

    avatar 2011.07.05
    09:05

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