Umeboshi Salat und Kabocha Kürbis mit Azuki Bohnen

umeboshi dressing

Umeboshi Salat und Kabocha Kürbis mit Azuki Bohnen

Hier das versprochene Rezept für Umeboshi Dressing, es ist sehr einfach, aber sooo gut! Umeboshi sind unreife, salzig eingelegte Aprikosen, sie werden zwar oft als Pflaumen bezeichnet, das ist aber nicht richtig.  Die Früchte werden in einem großen Bottich mit Salz vermengt, oft zusätzlich mit rotem Shiso Blättern, wegen dem Geschmack und der schönen roten Färbung.  Dieses Tsukemono lässt man dann, mit einem Gewicht beschwert, über Monate reifen, es findet eine milchsaure Gärung statt, ähnlich wie bei Sauerkraut oder sauren Gurken. Umeboshi Geschmack ist sehr würzig: salzig und sauer, aber angenehm erfrischend. Viele Japaner essen 1-2 Stück bereits zum Frühstück, vor allem, weil sie sehr gesund sind, Umeboshi wirken allgemein stärkend auf den ganzen Organismus und regeln positiv die Verdauung, helfen auch bei Übersäuerung, allgemein wird die Darmflora positiv beeinflusst.

Wegen dem kräftigen Geschmack ist es oft einfacher und auch schmackhafter, Umeboshi in Rezepten zu verarbeiten, anstatt sie pur zu essen(und hinterher ungenießbar finden). Wirklich köstlich ist frisches, knackiges Gemüse mit einem (fettfreien) Umeboshi Dressing. Umeboshi kann man als ganze Frucht, aber auch als eine fein pürierte Paste bekommen, ansonsten werden ganze Ume Früchte einfach in einem Suribachi Mörser fein zerrieben.

japanisch kochen

Gurke und Rettich mit Umeboshi Dressing

1 Stück Bio Gurke ca. 150g
1 Stück Rettich ca. 150g
1 ganze Umeboshi oder 1 gehäufter Tl Umeboshi Paste
1 El Reisessig
0,5-1 Tl Zucker
Salz

Japanische Gurken  sind wesentlich kleiner und aromatischer als unsere Gurken, ich habe sehr gute in einem Reformhaus finden können. Eine Salatgurke wäre auch geeignet, diese bitte schälen(wenn nicht Bio) und das Kerngehäuse mit einem Löffel auskratzen, sonst wird der Salat zu wässrig.

Die Gurke in Scheiben schneiden, den Rettich schälen und zuerst in Scheiben, dann in Stifte schneiden. Mit 1/2 Tl Salz bestreuen und das Salz leicht einmassieren. Für 10 Minuten ziehen lassen, das Salz wird den Geschmack des Gemüse mildern und verbessern.

Das Dressing: entweder 1 gehäufter TL Umeboshi Paste oder 1 ganze Frucht(vorher den Kern entfernen) in einem Suribachi mit Zucker und Reisessig verrühren, bis die Paste ganz glatt ist.
Das Gemüse abtropfen lassen(durch das Salz ist ein wenig Flüssigkeit ausgetreten) und mit dem Umeboshi Dressing vermengen. Kurz ziehen lassen und servieren.

Dieser kleine Salat ist  sehr erfrischend und appetitanregend, und passt hervorragend zum Fisch oder gegrilltem Tofu.

Wie viel Gemüse mit wie viel Dressing man vermischen möchte, hängt natürlich von eigenem Geschmack ab. Bitte darauf achten, dass das Dressing nicht alles andere „erschlägt“, ich verwende deswegen auch lieber die Paste, da sie etwas einfacher zu dosieren ist.
Eine andere Möglichkeit wäre, die Paste auf Vorrat selbst herzustellen, dazu bei einigen Umeboshi den Kern entfernen und sie fein zerreiben, danach gut verschlossen im Kühlschrank aufbewahren. Umeboshi können eigentlich nicht verderben und halten sehr lange.

kabocha-azuki

Das zweite Gericht ist ein köstlicher, gedämpfter Kabocha Kürbis mit süßlichen Azuki Bohnen. Das ist kein Dessert :-) , sondern ein kleines  Seiten Gericht(okazu), aber auch als  Hauptgericht mit einer Eiweißbeilage(z.B. Tofu) sehr schmackhaft.
Kabocha ist ein Kürbis mit grüner Schale und leuchtend orangefarbenem Fruchtfleisch. Der Geschmack ist hervorragend, und erinnert an frische, gekochte Maronen oder Kastanien, deswegen nennt man ihn auch Kuri Kabocha. Unbedingt mal probieren, dieser Kürbis ist so gut, dass sogar einige Süßigkeiten wie Desserts, Wagashi oder Kuchen daraus gemacht werden.
Anstelle des Kabocha kann man auch Hokkaido Kürbis verwenden, wenn man keine Möglichkeit hat, welchen zu bekommen. Ich bestelle meinen immer bei Makrobiotik Versand dort ist die Qualität besonders gut(auch Bio), wie übrigens alle Gemüse Sorten, die dieser Online Shop anbietet.
Die schwarzen Körnchen auf dem Kürbis, das ist schwarzes Gourmet Meersalz, kein Sesam.

kabocha pumpkin

Kabocha Kürbis mit Azuki Bohnen

Halber, kleiner Kabocha Kürbis
100g Azuki Bohnen
3 El Mirin
1 El Zucker
Meersalz

Die Azuki Bohnen verlesen, waschen und für 4 Stunden im Wasser einweichen.
Das Einweichwasser wegschütten, mit frischem auffüllen und bei hoher Hitze eine halbe Stunde lang kochen, den Schaum abschöpfen. Das Wasser abgießen und entsorgen, die Bohnen in einem Sieb abtropfen lassen, und mit frischem Wasser auffüllen, so dass die Bohnen knapp bedeckt sind. Bei mittlerer Hitze mit Papierdeckel zugedeckt 20 Minuten kochen, bis sie weich sind, eventuell ein wenig Wasser nachfüllen.
Oder, man hebt Azuki von Anko kochen auf, sie können in der Kochflüssigkeit 1-2 Tage im Kühlschrank aufbewahrt werden.
Nachdem die Azuki weich sind, Mirin und Zucker hinzufügen und weiter einkochen, bis die Flüssigkeit fast ganz verdampft ist, das sollte so an die 5 Minuten dauern.

Den Kürbis aufschneiden, entkernen und in Scheiben schneiden. Teilweise  schälen, vor allem Braune stellen  entfernen, aber so dass noch einiges von der grünen Schale dran bleibt. Danach in Stücke schneiden. Dann den Kürbis bei hoher Hitze für 15 Minuten dämpfen, nicht länger, sonst wird er matschig und schmeckt nicht mehr so gut.

In einer Schale zuerst die Azuki Bohnen geben, dann den Kürbis darauf anrichten und mit Meersalz bestreuen, das Gericht heiß servieren.

japanisches geschirr

Diese Kabocha-Azuki  Zubereitung gehört zu den traditionellen japanischen Gerichten, es basiert auf einem Rezept aus dem Buch von Emi Kazuko „Japanisch Kochen, 120 Originalrezepte von 21 Küchenmeistern“. Ein sehr schönes Buch, mit wunderschönen Photos der Speisen, leider ist es weniger für Anfänger geeignet, die Zutaten und Techniken sind teilweise recht anspruchsvoll.

Die Qualität von Umeboshi kann schwanken, meiner Erfahrung nach aber schmecken die von Arche oder Muso am besten (erhältlich auch bei Makrobiotik Versand), dort gibt es auch die Umeboshi Paste.
Eingelegte Umeboshi können ein wenig ungewohnt für den europäischen Gaumen sein, vor allem sollte man sie beim ersten Mal nicht unbedingt pur genießen und eine ganze Umeboshi auf einmal verspeisen- kann dazu führen, dass der Freund einen eines Anschlags verdächtigt,  ;-) das ist dann der Umeboshi Terrorismus. In diesem Fall war die Frucht aber wenigstens echt und keine Attrappe oder ein Test
( ja, ja, Hauptsache, die Bevölkerung wird in Angst und Schrecken versetzt und von wichtigen Dingen(wie Rente mit 67) oder den Machenschaften der Banken abgelenkt). :-(

Außerdem, noch ein kleines Video von RSAnimate, sehr sehenswert und wiedermal passend zum Thema(nein, nicht wegen der sauren  Pflaumen, sondern allgemein zu diesem alltäglichen Wahnsinn).

Im nächsten Artikel zeige ich Euch, wie man eine Bombe baut (aber eine richtige Kalorienbombe). ;-)

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16 Comments:

  1. Muwahahahaha, umeboshi-Terrorismus! dessen wurde ich auch bereits bezichtigt! kennst du die sauren ume , die einzeln foliert wie bonbons verkauft werden? jemand sah mich die mampfen, und fragte nach einer kostprobe.
    .
    .
    .
    .
    .seitdem ist derjenige vorsichtiger und fragt vorher, wie das schmeckt ^^.

    Das Gericht mit dem Kürbis kann ich mir sehr gut vorstellen, geht das in richtung o-shiruko (ohne kandierte Zunge)?

    Lydia

    avatar 2010.11.23
    12:51

  2. Das Umeboshi-Dressing werde ich auf jeden Fall probieren! Ich habe ja die selbsteingelegten Umeboshi von Rumiko aus Japan bekommen :) Die riechen so schön aromatisch – wirklich kein Vergleich zu meinen letzten im Asialaden! Habe bis jetzt nur noch keine würdige Verwendung für sie gefunden. Bin schon sehr gespannt – bei dir sieht wieder alles super lecker aus!

    Token

    avatar 2010.11.23
    13:27

  3. Lydia,
    das Gericht ist nur ganz wenig süß, es ist kein Dessert. Wäre echt etwas für Dich, um endlich mal den Kabocha zu probieren. ;-)
    Kater nimmt mir das immer noch übel, den “Anschlag”. Wir bilden dann eine Ume-Terror-Zelle, ich und Du… ;-)
    Diese sauren Ume kenne ich, bin aber nicht so scharf drauf.

    Token,
    ich bin auch kein Fan von Umeboshi pur, aber damit kochen, das ist echt lecker!
    Mach Dir unbedingt aus einem Teil der Umeboshi eine Paste, die anderen werden auch noch verkocht. :-)
    Habe gerade vor 2 Tagen neues Rezept ausprobiert, ein Hauptgang mit Umeboshi, das war auch super.
    Mhm, die selbstgemachten von Rumiko sind bestimmt richtig gut.
    Geschmacklich gibt es große Unterschiede, am besten sind die von Arche/Muso, habe schon einige von Ja-mart usw. getestet, die Bio Ume sind wirklich besser, aromatischer.

    Amatō

    avatar 2010.11.23
    17:21

  4. meine selbstgemachten waren auch gut, nur viel zu groß. und dank des roten shiso waren auch farbe und aroma richtig. aber bevor ich nochmal welche ansetze, werde ich mich mal mit den 10 kilo ton in der küche beschäftigen und vorratsgefäße *klöppeln*

    Lydia

    avatar 2010.11.23
    18:12

  5. Ich bin zwar bekennende Umeboshi-pur-Esserin, aber dieses Dressing wird auf jeden Fall probiert, zumal ich noch Kabocha liegen habe, danke Neko =^.^=

    Haruko

    avatar 2010.11.23
    21:54

  6. beim angegebenen Versand seh ich nur “grünen hokkaido” – ist das kabocha?

    Lydia

    avatar 2010.11.24
    15:09

  7. Haruko, ja, ich weiss was Du für “eine” bist. ;-)
    Hast Du das Kabocha-an schon versucht?

    Lydia,
    ja, dass ist er, die haben in dem Shop einiges verändert, warum der nicht mehr Kabocha heisst, keine Ahnung, vermute, wegen dem Verkauf ist es einfacher, weil viele Kabocha nicht kennen. Dort gibt es auch fantastische Sesampasten und viele gute Sachen.

    Amatō

    avatar 2010.11.24
    15:15

  8. Da es im zentralen Bioladen heute nur Umeboshi in nicht budgetfähigen Abpackungen hab, hab ich mir Ume Su von Ruschin mitgenommen. Mein Gurkensalat zieht gerade durch. Schmeckt jetzt schon klasse. Danke für den Tip! :)

    Evi

    avatar 2010.11.25
    17:20

  9. Evi,
    Ume-su ist aber ziemlich anders als Umeboshi, aber auch lecker, nur sehr salzig, sein bitte vorsichtig!
    Mit Umesu kann man sehr gut Tsukemono machen, es in das Gemüse einziehen lassen, so wie Du es gerade machst ist nicht verkehrt. Am besten es ähnlich wie Salz verwenden, das was ich hier habe (Muso) ist sehr kräftig.
    Ich hoffe, dass Du trotzdem die Umeboshi mal kaufst, Du bist nämlich der Grund für das Rezept hier… ;-)

    Amatō

    avatar 2010.11.25
    18:32

  10. Ich dachte mir schon sowas. ;) Ich werde mir sicherlich nochmal Umeboshi kaufen, nur die 20 Euro Packung war bei mir gerade nicht drin. (Bisher hatte ich die Ume von einer japanischen Bekannten.) Ich werde mal die anderen Bioläden abklappern oder im Netz bestellen.

    Den Gurkensalat hab ich erst etwas eingesalzen, gut ausgewaschen und ausgedrückt und dann mit Reisessig, Ume Su und Zucker mariniert. Hat vom Salzgehalt wunderbar gepasst. (Je etwa 1 EL auf 1 1/3 Salatgurke, sonst nichts. Ich mags süß.) Der Grundgeschmack von Ume Su gefällt mir jedenfalls sehr gut, da werde ich etwas mit Rumprobieren. :)

    Evi

    avatar 2010.11.25
    18:57

  11. 20 Eu für eine Packung?!?!? Was denn für eine, 1 Kilo Packung? Die spinnen ja…
    Gute Umeboshi sind leider echt nicht billig, aber so um die 6-7 Eu für ein Gläschen. Die Paste ist übrigends günstiger und ergibiger. :-)

    Amatō

    avatar 2010.11.25
    19:21

  12. War ein relativ großes Glas, 350g vielleicht, die Marke kannte ich allerdings auch noch nicht und wollte nicht ohne zu probieren so einen Haufen da auf den Tisch legen. Kleinere Packungen hatten sie nicht.

    Ich seh dann mal zu, dass ich mir zu Weihnachten mal einen Dae Yang Einkauf gönne. ;) Oder mal den Makrobiotikversand durchstöbere. (Wobei Makrobiotik für mich immer noch irgendwie esoterisch klingt. ;) )

    Evi

    avatar 2010.11.25
    19:32

  13. Kabocha ist einfach das japanische Wort für Kürbis und ist in Japan in der Regel eine Variante des Hokkaido-Kürbis (grün oder orange).

    Petra

    avatar 2011.11.12
    16:02

  14. *klugscheiss* naja, kabocha steht eigentlich für Kambodscha-Melone…

    Kikuyu

    avatar 2011.11.13
    15:22

  15. Hallo Petra,
    die Bezeichnung Kabocha gilt eigentlich nur für eine Kürbissorte bzw. Art, nämlich den Winterkürbis, andere Arten haben andere Namen: der Flaschenkürbis nennt sich z.B. ひょうたん hyōtan oder auch fukube.

    Amatō

    avatar 2011.11.18
    17:09

  16. Hola Amato,
    it looks like this post losts the images.
    You know, is really pitiful.

    Thank you for these beautiful recipes.

    Cosimo

    avatar 2012.08.01
    16:32

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