Wagashi des Monats:Kanto Sakura Mochi


sakura mochi

Sakura Mochi nach Kanto Art

Was wäre wohl der Monat April ohne ein Sakura Mochi Rezept?
Sakura Mochi gibt es in 2 Ausführungen, einmal aus Klebreis oder Dōmyōji-ko, dieses wird auch Kansai Sakura Mochi genannt.桜餅の関東風  Sakura Mochi Kanto-fu(Kanto-Art) ist die andere Version, manchmal wird es auch Edo Sakura Mochi genannt. Kanto ist das Gebiet um Tokyo(allgemein das Gebiet östlich von Hakone) und Edo war der frühere Name von Tōkyō, bevor es Kaiserstadt wurde(Kansai steht für das Gebiet um Kyōto und Ōsaka).
Kanto Sakura Mochi wird aus Hakuriki-ko, glutenarmen(weichem) Weizenmehl und Shiratama-ko hergestellt. Aus den Zutaten wird ein dünnes Crêpe gebacken, in dieses das Anko eingewickelt und mit einem eingelegten Kirschblatt dekoriert. Die Verbindung zwischen dem süßem Mochi und salzigem, duftendem Kirschblatt ist sehr köstlich. Hakuriki-ko kann man bei Japan Center und Dae Yang bekommen,  das Red Lotus Weizenmehl ist das gleiche wie japanisches Hakurikiko. Sonst gibt es noch die Möglichkeit, ein Teil des Mehls mit Weizenstärke zu ersetzen.

Im Original Rezept werden die Crêpes auf einem Teppanyaki/heißer Platte oder Crêpe-Eisen gebacken. Ich habe beides, das Crêpe-Eisen habe ich in einem Supermarkt für 19 Eu gekauft. Wenn man Interesse hat, Wagashi öfters zu machen, würde ich empfehlen, sich so ein Eisen zu zulegen, es wird immer wieder verwendet. Diese Eisen haben einen Temperaturregler, so kann man die genaue Temperatur einstellen.
Das Rezept ist nicht kompliziert, wenn man alle Zutaten hat, ist es in einer halben Stunde zubereitet. Dieses Wagashi kann man luftdicht verpackt bis zum nächsten Tag aufbewahren, bitte nicht im Kühlschrank, aber an einem kühlen Ort, sie haben einen Tag später noch sehr gut geschmeckt. :-)

wagashi sakura mochi

Rezept für Kanto Sakura Mochi

Für ca. 10 Stück

90g Hakuriki-ko Weizenmehl
(oder 70g 405 Weizenmehl + 20g Weizenstärke, gut vermischt)
1,5 Tl Shiratama-ko(Klebreismehl)
120ml Wasser
60g Zucker
2-3 Tropfen rote Lebensmittelfarbe
250 g Anko, rote Bohnenpaste (Tsubu- oder Koshi-an)
10 salzig eingelegte Kischblätter
Ev. paar salzig eingelegte Kirschblüten

Die Kirschblätter sind wirklich notwendig bei diesem Rezept, sonst wird das ganze zu süß. Die Kirschblätter, wenn sie sehr salzig sind, für 10 Minuten ins kalte Wasser legen, das entzieht die Salzigkeit. Die kleinen Stängel vorher abschneiden(Bild).
Die Blätter rausnehmen und  trocken tupfen.Möchte man Kirschblüten verwenden, bitte auch diese 10 Minuten ins kalte Wasser einlegen.

sakura mochi rezept
Das Anko in je 25 g Bällchen rollen, dazu das Anko für das erste Bällchen abwiegen, die restlichen nach der Größe des ersten formen(man muss nicht alle extra abwiegen).

Das Weizenmehl sieben, wenn man Weizenmehl und Weizenstärke verwendet, beide gut zusammen mischen und auch sieben.
Das Shiratama-ko in ein wenig Wasser auflösen, wenn es eine glatte Paste ist, das restliche Wasser hinzufügen und umrühren. Das Weizenmehl darüber sieben, gut untermischen, der Teig sollte ganz glatt sein. Dann den Zucker untermischen, den Teig mit 2-3 Tropfen roter Lebensmittelfarbe zart rosa einfärben(bitte nicht mehr, es soll ein zarter Ton sein).
Ich fand, es sei besser, den Teig mit einem Spatel oder Löffel zu verarbeiten. Durch den Mixer wird das Gluten sehr stark aktiviert, dadurch können die Crepes zäh werden. Verwendet man doch einen, dann den Teig für eine halbe Stunde ruhen lassen, so wird sich das Gluten beruhigen.Viel Gluten im Mehl führt zu einem festen, zähen Teig, deswegen ist es wirklich wichtig, bei japanischen Rezepten das weiche Mehl zu verwenden.

sakura mochi rezept

Die Heizplatte/ Crêpe-Eisen auf 140C° vorheizen(das ist bei mir die niedrigste Stufe), bitte nicht heißer. Wenn man keine solche Platte hat, in einer schweren Gusseisen Pfanne können die Crepes auch zubereitet werden(habe es aber nicht ausprobiert).
Die Platte mit ein wenig Pflanzenöl einpinseln, überschüssiges Öl mit einem Küchentuch aufnehmen(Bild) und jeweils  große 2 Esslöffel des Teiges auf einmal auf die Platte gießen, und eine ovale Form mit dem Löffelrücken „malen“. Die Crêpes sollen ca. eine Größe von 7×12 cm haben.
Sobald die Oberseite getrocknet ist(Bild A+B), mit einem Bambusspießchen am Rand vorsichtig anheben und mit den Fingern abziehen(Vorsicht, heiß). Umdrehen, die andere Seite so backen, dass keine braunen Stellen entstehen, das geht sehr schnell.

sakura mochi rezept

Zum Abkühlen hinlegen, und aus restlichem Teig 10 Crêpes backen, zwischen durch mit dem ölhaltigem Küchentuch die heiße Platte immer wieder leicht einfetten.
Meine Crêpes sind ein wenig zu dünn geraten, sie sollten dicker sein.

Zusammensetzen: das Anko Bällchen auf das Mochi-Crêpe legen, mit der dunkleren Seite nach innen. Das Ganze zusammenrollen, und in das Kirschblatt einwickeln(das Blattinnere nach innen/glänzende Seite nach außen).Mit einer Kirschblüte garnieren und  einen japanischen Grünen Tee dazu  genießen.

Tipps: Tsubu-an ist ein wenig besser geeignet, es gibt dem ganzen mehr Stabilität, und ist einfacher zu verarbeiten. Mit Koshi-an war es auch sehr gut, sehr „samtig“. Hm, ich habe es eigentlich immer mit Koshi-an gegessen und auf diversen Bildern auch immer mit Koshi-an gesehen.

sakura mochi rezept

Die hier verwendeten Kirschblätter waren meine „importierten“ Oshima Blätter(ich lasse mir immer wieder kleine Mengen von speziellen Zutaten schicken, so habe ich einen Vergleich, ob ich die Rezepte gut umgesetzt habe, oder eine Alternative geeignet ist). Die Blätter waren sehr weich und dunkel, aber der Geschmack und Duft war der gleiche wie bei den selbst gemachten (auch die Kirschblüten sind „richtig“).
Man muss sie also nicht unbedingt in Japan kaufen.
Da ich  ein leidenschftlicher Sammler von japanischen Geschirr bin, ist es vielleicht für manche interessant, zu erfahren welches Geschirr hier zu sehen ist: die lackierten Tellerchen heißen “Meimeizara”, und sind “echtes”  Wagashi-Geschirr. Meimeizara gibt es immer im Set von fünf Stück damit man Wagashi bei einer Teezeremonie stillvoll seinen Gästen servieren kann. Sie sind aus Holz, mir einer Urushi-Lackierung. Die Sakura Untertassen sind auch aus Holz(ich mag kein Plastik) auch mit einer Art von Urushi Lack, aber anders. Das Teekänchen ist ein Kyusu(Seitengriffkännchen) speziell für grünen Tee, mit Ume-Muster. Die Teetassen (yunomi) sind aus weißer Keramik mit Kohiki Glasur(Kohiki ist der Name für japanische weiße Glasur).

wagashi sakura mochi

Kater fand die “leckeren Salzblüten” am besten. Er fragte, ob man damit etwas fleischiges/fischiges machen kann. Ja, man kann. :-)

Die beste Zeit, um jedes Problem zu lösen ist, bevor ein sichtbares Zeichen erscheint. Kaufen Medikamente online kann eine kostengünstige Methode, um Budget auf Rezepte zu sparen. Kamagra ist eine der besten dank Behandlungsmöglichkeiten aller Zeiten. Was ist mit http://kamagra-de.biz/kamagra-in-deutschland.html und sexuellen Gesundheitsproblemen? Wahrscheinlich hat jeder Mann davon gehört kamagra Deutschland. Eine medizinische Forschung über kamagra in Deutschland fand, dass die häufigste sexuelle Störung der Männer ED ist. Die Anzeichen von sexuellen Störungen bei Männern sind das Versagen, eine für die sexuelle Funktionsweise ausreichende Erektion zu erhalten. Ist es ernst Mal schauen. Es gibt Nebenwirkungen mit jeder Art von Heilmittel möglich. Denken Sie daran, dass die Bestellung erektiler Dysfunktion Medikamente ohne Rezept kann unsicher sein.

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14 Comments:

  1. Erst einmal danke dass du es doch noch geschafft hast mit dem Rezept *freu*. Ich habe sie auch mit Koshi-an gemacht,davon hatte ich noch ausreichend eingefroren.
    Weil meine Tochter die Kirschblätter nicht mag habe ich die Zuckermenge im Teig etwas reduziert (auf 1 EL, also etwa 20g) damit war es nicht ganz so süß, aber trotzdem sehr lecker, auch die mit Blättern drum haben sehr gut geschmeckt. Fotos gibts vielleicht beim nächsten mal…

    Haruko

    avatar 2010.04.28
    22:15

  2. PS. Ich habe die Crêpes in einer normalen beschichteten Pfanne gebacken, man darf nur nicht aus Ungeduld den Herd zu heiß stellen.

    Haruko

    avatar 2010.04.28
    22:25

  3. Hats Du die schon gemacht? Agrrr…und ich mache mich hier fertig…;-)
    Ich habe schon sowieso mit dem Rezept “geliebäugt”(sagt man das so?), Du warst noch der letzte Anstoss.
    Jetzt brauche ich aber eine Sakura Pause, in diesem Monat gab es fast nur solche Rezepte…
    Gute Idee mit weniger Zucker, mir war es auch ein wenig zu süß. Aber lecker sind sie…

    Hast Du Deine mehr dick oder dünn gemacht? Ich habe sie eher relativ dick in Erinnerung, meine sind ein wenig zu dünn gewesen, ich hatte auch mehr als 10.

    PS. das Crepe Eisen ist natürlich fantastisch für französiche Crepes(die hauchdünnen).

    Amatō

    avatar 2010.04.28
    22:42

  4. Wieder ein Traum in rosa!! *__* Ich bewundere immer wieder, wieviel verschiedenes Geschirr du hast *ggg*

    Token

    avatar 2010.04.28
    23:51

  5. Ja, ich hab sie gemacht – gestern, mit deinem Rezept =^.-=
    Meine Crêpes sind 2-3 mm dick geworden und ließen sich recht gut um die Anko-Bällchen legen. Und mehr als 10 hatte ich auch, aber vor allem weil ich sie meist kleiner mache, ich hatte etwa 10-12g Anko als Füllung.
    Derzeit ernte ich die Blätter für nächstes Jahr, ich habe festgestellt dass sich von den vielen Blütenkirschen bei mir hier wirklich nur eine Art eignet, die anderen haben nicht diesen typischen Sakura-taste oder sind gar bitter im Nachgeschmack.

    Haruko

    avatar 2010.04.29
    07:20

  6. Danke!

    Ich habe eine halbe Ewigkeit nach brauchbaren Wagashirezepten gesucht.Leider bleibt immmernoch das Problem an die Zutaten zu kommen :-(

    Marla Peters

    avatar 2010.04.29
    15:29

  7. Haruko,
    wie, Du hast die nach meinem Rezept gemacht? Nachdem es draußen war, hast Du dann noch schnell…und noch kommentiert??
    Ich habe das so verstanden, Du hattest schon ein Rezept…(und kam mir schlecht vor…;-))
    Hauptsache, Deine Kleine mochte es. :-)
    Welches Mehl hast Du verwendet?
    Interessant ist, meine “Wagashi-Connection”(habe da jemandem in Japan, den ich manchmal belästigen kann ;-) hat mir ein Rezept geschickt, welches in der Wagashiya(wo er arbeitet) gemacht wird. Sehr interessant, ganz schön anders.

    Token, Du würdest den Kopf schütteln, wenn Du wüsstest WAS ich noch alles so habe…;-) Bin wirklich manisch. ;-)

    Amatō

    avatar 2010.04.29
    15:57

  8. Ja, ich hatte grade Zeit und Lust und alles da… naja, bis auf das Hakuriki-ko, das habe ich nach deinen Angaben durch Weizenmehl und Stärke ersetzt.
    Wenn ich das nächste mal welche mache muss ich sie unbedingt fotografieren (lassen)- ich will bei einem Teil dann das Blatt durch eine süß eingelegte Blüte ersetzen – mal sehen ob das besser ankommt.

    Haruko

    avatar 2010.04.29
    17:23

  9. Marla, wenn Du Zutaten suchst, schau mal auf der Shopping Seite nach, viele der Lebenmittel bekommst Du dort.Paar Sachen muss man selber machen.;-) Wenn Du etwas spezielles brauchts, viellleicht weiss ich einen Rat.

    Amatō

    avatar 2010.04.29
    22:27

  10. Just wanted to remind you that Tango no Sekku falls on tommorrow (May 5). It’s time for chimaki or kashiwa mochi depending on the region.

    Hiroyuki

    avatar 2010.05.03
    23:56

  11. Hiroyuki, I have an interesting recipe for Kashiwa mochi “Kyoto style”, I’m curious if you know this kind.
    Thank you for telling me!

    Amatō

    avatar 2010.05.09
    07:23

  12. Hey!
    Als ich dein Rezept gefunden habe, wunderte ich mich ein wenig über den Namen. Ich habe nämlich exakt das selbe Wagashi unter dem Namen “Yakikawa” (焼き皮) von einer Japanerin gezeigt bekommen. Welcher Name ist denn nun richtig? o.O

    Yuuko

    avatar 2011.04.16
    14:47

  13. Yuuko,
    ich denke beide Namen sind richtig, “Kanto Sakura Mochi” ist warhscheinlich bekannter. Bei Wagashi(und auch anderen Speisen) gibt es in Japan oft große regionale Unterschiede in der Zubereitung und manchmal auch was die Bezeichnung anbetrifft, z.B: Dorayaki und Mikasa in Kyoto. Yakikawa könnte sehr wohl eine Bezeichnung aus Kyoto dafür sein(bei mir klingelt ein Glöckchen bei Yakikawa, ich komme aber nicht drauf, voher mir das so bekannt vorkommt…).
    Habe kurz gegoogelt, schau mal hier, sind z.B. beide Namen angegeben. Ach, ich glaube “yakikawa” ist die Bezeichnung für zarte Crepes, die auf dem Teppan angebraten werden, und Sakura Mochi sozusagen die “Geschmacksrichtung”.

    Amatō

    avatar 2011.04.16
    18:24

  14. Wie unpraktisch! Die regionalen Unterschiede stiften Verwirrung! Naja, ist nicht zu ändern.

    >Ach, ich glaube “yakikawa” ist die Bezeichnung für zarte Crepes, die auf dem Teppan angebraten werden, und Sakura Mochi sozusagen die “Geschmacksrichtung”.

    Das würde Sinn machen!

    Yuuko

    avatar 2011.04.17
    13:34

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