MATCHA MIZU YOKAN

Mizu Yokan

Yokan ist eine sehr traditionelle und bekannte japanische Süßigkeit, (wagashi), Yokan gibt es in sehr viel Formen und Geschmacks-Sorten(sogar Schokoladen Yokan!!).

Mizu Yokan ist die leichtere Version des üblichen Yokans, sie wird vorwiegend im Sommer serviert. Mizu bedeutet Wasser, dieses Wagashi enthält also mehr Wasser und weniger Zucker und wird gerne mit frischen Früchten serviert. Mizu Yokan ist eher ein angenehmes, leichtes Dessert  als  „richtiges“ Wagashi, die ja süßer sind und mehr dem grünem Matcha Tee angepasst.

Mizu Yokan ist gut geeignet als Abschluss eines pikanten (japanischen) Mahls, es ist außerdem vegan.

Trotzdem ist es natürlich ein Wagashi; Wagashi bedeutet ja nichts anderes als „japanische Süßigkeit“ („wa“ für Japan/japanisch, „kashi“ für Süßigkeit, wie bei „okashi“, warum kashi normalerweise mit „k“ geschrieben wird, aber bei Wagashi mit „g“- das weiß ich leider nicht, vielleicht kann das mal ein Japan-Experte beantworten).

Yokan wird meistens aus Koshi-An gemacht, aber für die Anko-Hasser(wie kann man das nur NICHT mögen…;-)), bitte nicht verzweifeln. Ich werde eine Yokan-Reihe machen, es gibt auch Yokan mit Kuzu, mit Mochireis und viele mit Obst, außerdem gibt es ganz tolle Mehr-Schicht-Yokan, das sind dann schon richtige Jo-Namagashi(Wagashi, die bei Teezeremonie serviert werden).

Es hängt stark von den verwendeten Zutaten ab, wie gut/schlecht es am Ende schmecken wird, es sind nicht viele: Anko(Shiro-An oder Koshi-An) Wasser, Zucker und Kanten(Agar). Da es so wenige Zutaten sind, ist die Qualität um so wichtiger, bitte kein Dosen-Anko verwenden, höchstens man hat eine Sorte, die wirklich gut ist.

Wie ich seit kurzem erst weiß, spielt die Art des verwendeten Kanten(Agar) eine sehr große Rolle. Ich habe in einige Rezepten(auch japanischen) gelesen, man kann Ito Kanten mit Kona Kanten(Agar-Pulver) ersetzen, das stimmt leider überhaupt nicht. Es wird zwar immer angegeben, die Wassermenge bei Pulver zu erhöhen, das „hilft“ leider nicht wirklich.

Mit Agar Pulver, einige kennen dies bereits, erhält man einen festen Block von etwas, was zart schmelzendes Yokan oder flockiges Panna Cota sein sollte.

Verwendet man dagegen Ito oder Kaku-Kanten, ist die Textur genau richtig: schmelzend.

Da Ito/Kaku Kanten nicht leicht zu bekommen sind, kann man Agar-Flocken verwenden, diese gibt es in Makrobiotik Geschäften. Ich bin noch am ausprobieren(deswegen die Yokan Reihe), aber das Mizu Yokan war schon mal mit Agar-Flocken sehr gut gewesen. Besser wie Gelatine!

Das Rezept

200g Shiro An (weißes Anko)
250ml Wasser
50g Zucker
2 El Matcha
1,5 El Kanten (Agar) Flocken (ca.2.5g)

Flocken-Kanten muss nicht eingeweicht werden, bitte wenn es geht, KEIN konventionelles Agar-Pulver verwenden, dann lieber mit Gelatine ersetzen.

Das Rezept kann man natürlich auch mit dunklem Anko(Koshian) machen, es sollte nur das pürierte sein, nicht das stückige Tsubu-An.

Zuerst den Matcha vorbereiten: einen Koicha,( „dicken Tee“) herstellen: 2-3 EL Matcha mit ein wenig 60°C warmen Wasser zu einer dicken, glatten Paste aufschlagen, dazu am besten einen Chasen(Matcha-Besen) verwenden. So schmeckt der Matcha am besten.
(wenn man keinen Chasen hat, dann ähnlich wie hier vorgehen: Matcha-Kuzu Jelly)

Das Flocken Kanten zusammen mit dem kalten Wasser in einen Topf geben, bei mittlerer Hitze zum kochen bringen und gelegentlich umrühren. Die Flocken sollten sich auflösen, notfalls ein wenig länger kochen.

Sollten sich die Flocken nach längerer Zeit schlecht/ nicht vollständig auflösen, durch ein mit einem Tuch ausgelegtes Sieb gießen, um eventuelle Rückstände zu entfernen.
Den Zucker hinzufügen, schmelzen lassen und auch das Shiro-An.

Die Masse kurz aufkochen, und von der Hitze nehmen. Mit einem Thermometer die Temperatur messen, und bei 60°C den Matcha hinzufügen.
Glatt rühren, in eine Form gießen und nach dem Abkühlen in den Kühlschrank stellen, am besten für mehrere Stunden.

Mit ein wenig frischem Obst genießen.

Ich konnte es, trotz der angenehm weichen Konsistenz, in Stücke schneiden, anderen Teil habe ich in einen kleinen Chawan(Matcha Trinkschale) gegossen. Diese kleinen Chawan sind „für Unterwegs“, wenn man Teezeremonie draußen im Frühling/Sommer abhalten möchte, oder einfach nur einen Matcha genießen will.

Die Menge des Teepulvers /Zuckers kann man ein wenig dem eigenen Geschmack anpassen.
Ich mag einen starken Matcha Geschmack, wer das nicht will, dann den Matcha, aber auch den Zucker ein wenig reduzieren. Damit bitte vorsichtig sein, sonst wird es am Ende nach „nichts“ schmecken, die Bitterkeit des Matcha gleicht die Süße aus.

Als Wasser unbedingt ein gutes, weiches verwenden(stilles aus der Flasche), was die Matcha-Qualität anbetrifft, eine gute Trink/Kochqualität ist ausreichend, hier gilt auch: umso höher(weniger bitter) die Matcha Qualität umso weniger Zucker wird gebraucht.

So, jetzt gehe ich aber wieder in die Küche und mache Dango.

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15 Comments:

  1. Das sieht ungelaublich lecker aus und ist sehr interessant zu lesen. Ich bewundere auch dein wirklich tolles Geschirr und die genialen Fotos! <3 <3

    Token

    avatar 2010.01.13
    17:25

  2. Vielen Dank für Deine Kommentare Token, ich bin schon paar mal bei Dir gewesen, Dein Blog gefällt mir auch sehr gut.
    Ich finde, Bento und Wagashi haben vieles gemeinsam, Kunst am Essen.;-)

    Es gibt etwas, dass ist wie gebackenes Yokan, das wäre was fürs Bento, ich schau mal nach dem Rezept.

    Ich esse Tahini auch sehr gerne, das japanische heißt “neri goma” und ist noch besser als Tahini, schon mal probiert?
    Übrigends, kennst Du noch eine gute Tahini Marke? Ich hatte in der letzten Zeit viel “Reinfälle”, das von Cypressa finde ich gut.

    Amatō

    avatar 2010.01.13
    20:08

  3. Ich habe deinen Blog ja jetzt in meiner Linkliste im Blog, ich schau jetzt immer regelmäßig rein und bin gespannt auf weitere Rezepte! ^^

    Neri goma hab ich noch nicht probiert. Ich wohne ja leider nicht gerade in der Großstadt und beziehe mein Tahini immer aus unserem Bioladen (Marke Rapunzel), der hat sogar veganes Miso-Paste und so ^^ Ich hab leider noch kein anderes Tahini zum Vergleich gegessen, werde aber mal das von dir empholene Cypressa probieren ^_^

    Ich finde deine Sachen sehr viel stilvoller, als mein Bento XD (daran möchte ich aber auf jeden Fall arbeiten ^^) Für die viele Inspiration danke ich schon mal im Vorraus und deswegen möchte ich dir auch einen Blog-Award überreichen:

    Hier kannst du ihn dir abholen :D
    http://bento-lunch-blog.blogspot.com/2010/01/happy-101-award-tagged-d.html

    Token

    avatar 2010.01.16
    00:58

  4. Wow, was für ein tolles Rezept!
    Die Tipps und Beschreibungen zu den unterschiedlichen Agar-Sorten sind auch große Klasse – ich hab gar nicht gewusst, dass es so gravierende Unterschiede gibt. Deine Seite ist wirklich die reinste Fundgrube für Freunde der (süßen) japanischen Küche.

    Camellia

    avatar 2010.01.18
    22:42

  5. Camelia, darf ich Deine Katzen-Mochi Idee “klauen” ;-) und nachmachen? Bitte?
    Ich finde Deine Bentos sehr schön, wie gezeichnet.
    Danke fürs Kommentieren!

    Was die Unterschiede bei Agar anbertifft, ja, es ist wirklich erstaunlich. Ich habe mich immer gewundert, warum Kanten-Jelly so beliebt ist in Japan, jetzt weiss ich warum. :-)

    Amatō

    avatar 2010.01.22
    11:19

  6. Vielen Dank für das Kompliment ^-^

    Klar kannst du die Kätzchen-Idee verwenden. Wenn ich mich recht erinnere, hab ich sogar selbst mal ein Foto von solchen “süßen” Katzen gesehen und dann nachgemacht. Ich bin schon sehr gespannt auf das Kunstwerk, das du daraus machen wirst.

    Camellia

    avatar 2010.01.22
    12:54

  7. Das sieht in der Tat sehr, sehr lecker aus. Machst Du alle Sachen selbst? Unglaublich viel Liebe zum Detail, toll, ich liebe diesen Blog ;-)

    Matcha.genius

    Matcha.genius

    avatar 2010.01.26
    16:44

  8. Danke für Dein Kommentar, ja, sicher, mache ich alles selbst- bin ja auch manisch…;-)
    Ich schreibe immer am Ende des Beitrags, welche Bilder nicht von mir sind, damit keine Verwechslungen entstehen(oder wenn Leckereien nicht selbst gemacht sind).
    Wenn man die Rezepte dazu hat(japanische Wagashi-Bücher) ist das ganze wirkich nicht so “schwer”.
    Japanische Küche an sich ist recht minimalistisch- dafür muss man aber den Zutaten(Qualität/Frische) viel Beachtung schenken.
    Es macht mir aber auch sehr viel Spass, wenn man etwas wirklich mag, sind auch die Ergebnise gut.
    (meine schmecken auch wirklich gut, jetzt mal so, ganz “unbescheiden” ) :-)

    Amatō

    avatar 2010.01.26
    19:30

  9. Hallo, der Grund dafür, dass das k zu g wird liegt daran, dass wenn zwei Kanji verbunden werden Konsonanten oft erweicht werden damit das Ganze flüssiger klingt.
    Das Ganze hat grammatikalisch betrachtet nicht den geringsten Sinn!
    z.B.origami=ori + kami(wobei kami Papier bedeutet)

    Michael

    avatar 2010.02.22
    23:29

  10. Hallo Michael, vielen Dank für die Aufklärung!
    Seit Monaten frage ich mich, ob ich das alles falsch schreibe.
    Letztens habe ich auch noch gesehen “wakashi”, also wagashi mit “k”, hat mich noch mehr verwirrt.

    Weißt Du vielleicht auch warum sato(Zucker) manchmal auch “satou” geschrieben wird?
    (auch mein Name: Amato/Amatou)

    Amatō

    avatar 2010.02.23
    08:33

  11. Das liegt daran das es im Japanischen zwei Arten von Os gibt.
    Das normale O und das ou wie im Englischen grow.
    Das ou wird auch wie ein o mit einem Strich darüber geschrieben:
    Allerdings lässt so manch ein Schlamper diesen Strich weg.Dann kann es schon passieren das ein ou zu o wird, obwohl die Aussprachen sich unterscheiden

    Michael

    avatar 2010.02.23
    23:18

  12. Vielen Dank Michael, also bist Du der von mir “ersehnte” Experte. ;-)

    Bei Wadoku sieht man den Strich meistens schon.
    Und ich bin der “Schlamper”, der ihn wegläßt…;-)
    Also, überall dort wo ich es weiss, entweder immer mit Strich über o oder ou, damit es richtig ist?
    (Amatou oder Amato mit Strich über o, ja?)
    Dann kann ich mit dem Ausbessern anfangen…

    Amato Neko

    avatar 2010.02.25
    12:59

  13. Genauso ist es.
    Allerdings vergaß Ich zu erwähnen, dass ein oo
    genauso ausgesprochen wird wie ein ou.
    Auch oo kann man wie ein o mit einem Strich darüber schreiben.

    Michael

    avatar 2010.02.25
    17:08

  14. “Genauso ist es” ach so, dass ich der Schlamper bin, ja? ;-)
    Na, vielen Dank für die Blumen…;-)

    Danke für Deine Tipps, Michael.
    Muss noch ordentlich nachlegen, mit meinen japanisch Kenntnissen.

    Sollte Dir hier irgendwo ein “haarsträubender” Fehler auffallen, ruhig bescheid sagen…

    Amato Neko

    avatar 2010.02.25
    17:39

  15. Ich möchte dich zwar nicht enttäuschen Amatō, aber alles was Ich dir erzählt habe gehört zu den Grundkenntnissen von Japanisch:

    -entweder du bist in Japanisch ein blutiger Anfänger

    -oder du lernst es nicht richtig

    Michael

    avatar 2010.02.25
    18:28

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