Hanabira Mochi

Hanabira Mochi

Meine kleine Reihe über das japanische Neujahr wird hiermit fortgesetzt, mit 花びらもち Hanabira Mochi, das ist das Wagashi, welches im Neuen Jahr bei der aller ersten Teezeremonie gereicht wird.

Es ist fest vorgeschrieben, wie man es zusammensetzen soll: weißer Mochikreis, ein rosa Mochi in der Form einer Raute darauf, eine süß eingekochte Gobo und ein wenig Miso-an, dann klappt man das Ganze zu.

Hanabira Mochi hat eine sehr lange Tradition und ist fest mit Chado, der japanischen Teezeremonie, verbunden. In Japan werden zurzeit in allen Wagashiya (Wagashi Geschäfte) Hanabira Mochi hergestellt, aber nur bis zum 15 Januar oder auch kürzer. Danach gibt es sie nicht mehr.

花弁Hanabira bedeutet Blütenblatt, das ist es auch, was dieses Mochi darstellen soll: ein zartes weißes Blütenblatt mit ein wenig rosa Färbung.

Das Wagashi ist voll mit Symbolik: das Rot des durchscheinenden Mochi steht nicht nur für das Neujahrsfest(rot ist allgemein die Farbe, die mit festlichen Angelegenheiten in Verbindung gebracht wird) sondern auch für Ume, japanische Pflaume, die im Februar blüht, und auch der Vorbote des kommenden Frühlings ist.

Gobo wird auch stark mit Neujahr assoziiert, es repräsentiert gepressten Ayu Fisch, der für langes Leben steht. Das Miso in der Füllung soll, glaube ich, an die Neujahrs O-zoni erinnern(hier mehr dazu).

hanabira mochi 3

Ich hatte kein weißes Miso mehr, also habe ich Kimi An gemacht, weißes Anko mit Eigelb. Ich würde aber unbedingt empfehlen, diese Wagashi mit Shiro Miso zu machen, ich fand, dass etwas gefehlt hatte.

Ich denke, die Würze und Salzigkeit des Miso wäre eine angenehme Ergänzung zu dem sehr süßen Geschmack. Ähnlich wie bei Sakura Mochi, da sind es die salzig eingelegten Kirschbaumblätter, die den Geschmack besonders machen. Ich persönlich mag das sehr gerne, man kann sich das schwer vorstellen, aber, als ich frisches Sakura Mochi das erste Mal gegessen habe (mit dem salzigen Blatt dazu), habe ich mich auch gewundert, dass es so gut schmeckte und über die Raffinesse von japanischen Süßigkeiten.

Ohne das Shiro Miso hat etwas gefehlt- ich konnte nicht mal sagen, was es war. Der Geschmack war ein wenig „langweilig“. Ich muss es unbedingt noch mal machen, habe Shiro Miso gleich nachbestellt.
Interessanterweise wird wohl im Originalrezept (meine Wagashi-Bücher) das rosa-rote Teil des Mochi mit roter Umeboshi eingefärbt. Umeboshi sind in Salz und rotem Shiso eingelegte japanische Aprikosen, oft werden sie als salzig eingelegte Pflaumen bezeichnet, es ist eine Art von Tsukemono. Man kann Lebensmittelfarbe verwenden, ich denke aber, dass auch die Umeboshi den Geschmack angenehm ergänzt(ich hatte leider auch keine rote Umeboshi, nur die ohne Shiso…)

hanabira mochi 2

Hanabira Mochi  Rezept

Mochiteig
Shiratamako 100g
Joshinko 40g
Zucker 140g
Wasser140ml
1,5 TL  rote Umeboshi Paste
Katakuriko Stärke (Handmehl)

Miso An
Shiro Miso 10g
Shiro-koshi-an 100g

ゴボウの甘煮 Gobo no umani
1 / 2 Gobo(Klettenwurzel)
Zucker 70g
Wasser100ml

Gobo no Umani sind süß eingekochte Klettenwurzeln, eine Art von Schwarzwurzel. Diese kann man sehr gut mit Schwarzwurzeln ersetzen.

Wenn man kein Miso mag, oder keines hat wie ich, kann man Kimi an, Eigelb-Anko verwenden. Dazu einfach 100g Shiro-An bei mittlerer Hitze erhitzen, ein rohes Eigelb dazu, und rühren, damit es nicht gerinnt. Die Masse wird ein wenig eindicken und eine gelbliche Farbe bekommen. Das hat aber seine Nachteile, siehe oben…

Zuerst das Kompott herstellen (am Vortag ist am besten):
Die  Gobo waschen, abschrubben und  in 11 cm lange Stücke schneiden. Je nach dem, wie dick sie sind, in der Mitte durchschneiden. Ins kalte Wasser legen, ca. 15 Minuten, ein wenig Zitronensaft zugeben. Das entzieht der Gobo die Bitterkeit und sie verfärben sich nicht. Dann rausnehmen und gar kochen, ungefähr 15 Minuten, sie sollten noch knackig sein(die gleiche Behandlung gilt auch bei Schwarzwurzeln). Mit kaltem Wasser abschrecken.
100ml Wasser und die Hälfte des Zuckers aufkochen, die gekochten Gobo reinlegen, den übrigen Zucker hinzufügen. Kurz aufkochen, bei kleiner Hitze halbe Stunde ziehen lassen, die Hitze ausmachen und die Gobo im Sirup liegen lassen, am besten über Nacht.

Das Gyuhi Mochi:
Das Shiratamako zusammen mit dem Joshinko in eine Schüssel geben. Das Wasser nach und nach zugeben, nicht alles auf einmal, sonst gibt es Klümpchen. Das Mehl mit dem Wasser zu einer dicken, glatten Paste verrühren, dann das restliche Wasser hinzufügen. Zucker dazu geben und glatt rühren.
In einem Dämpfer das Wasser zum Kochen bringen, und die Mochimasse in einer Schüssel bei hoher Hitze ca. 15 Minuten zugedeckt  dämpfen. Zwischen durch paar Mal umrühren. Ein Küchentuch um den Deckel des Dämpfers gewickelt verhindert, dass Kondenswasser in das Mochi reintropft. Das ist nur bei Metalldämpfern notwendig, nicht bei den chinesischen Dampfkörbchen aus Bambus.
Das Mochi ist fertig, wenn es keine weißen Stellen mehr aufweist, sehr klebrig und durchsichtig ist.

Die Masse paar Minuten lang umrühren und kneten, am besten mit einem feuchten Holzlöffel (daran klebt es nicht so stark). Dadurch wird das Mochi elastisch und glatt.
Ein Tablett mit Katakuriko (Kartoffelstärke) bestreuen.  Ca. ¾ der Mochimasse darauf gießen, ein wenig abkühlen lassen und flach ausrollen. Dazu auch die Oberfläche des Mochi mit Katakuriko betreuen, vorsichtig, es klebt sehr stark!
Den im Topf belassenen Rest des Mochi mit der roten Umeboshipaste färben(oder Lebensmittelfarbe verwenden), es sollte ein kräftiges Pink sein.
Den roten Teig auf ein anderes mit Katakuriko bestreutes Tablett ausgießen, und auch ausrollen.
Aus dem weißen Teig Kreise mit 11cm Durchmesser ausstechen, aus dem rosa 7 cm.
Shiro-An mit dem Miso vermischen und in 10 kleine Kugel formen(wenn das geht, Miso-An ist oft sehr weich, sonst einfach immer einen Teelöffel  davon nehmen).

hanabira 11a

Zusammensetzen: einen weißen Kreis hinlegen, in der Mitte einen rosa Kreis. Die Gobo aus dem Sirup nehmen, abtropfen lassen. Eine Gobo in die Mitte legen, das Miso-An drauf legen oder streichen. Das Mochi zuklappen und am Rand leicht andrücken.
Mit einer Tasse Matcha genießen, der Tee gehört unbedingt dazu.

Die beste Zeit, um jedes Problem zu lösen ist, bevor ein sichtbares Zeichen erscheint. Kaufen Medikamente online kann eine kostengünstige Methode, um Budget auf Rezepte zu sparen. Kamagra ist eine der besten Behandlungsmöglichkeiten aller Zeiten. Was ist mit http://kamagra-de.biz/kamagra-in-deutschland.html und sexuellen Gesundheitsproblemen? Wahrscheinlich hat jeder Mann davon gehört kamagra Deutschland. Eine medizinische Forschung über kamagra in Deutschland fand, dass die häufigste sexuelle Störung der Männer ED ist. Die Anzeichen von sexuellen Störungen bei Männern sind das Versagen, eine für die sexuelle Funktionsweise ausreichende Erektion zu erhalten. Ist es ernst Mal schauen. Es gibt Nebenwirkungen mit jeder Art von Heilmittel möglich. Denken Sie daran, dass die Bestellung erektiler Dysfunktion Medikamente ohne Rezept kann unsicher sein.

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2 Comments:

  1. Wow! I am impressed! OMG!! And now it is snowing on your website!! I am even more impressed!!!

    So, you made hanabira mochi, that is spectacular!

    Michael[KyotoFoodie]

    avatar 2010.01.14
    06:33

  2. Really impressive is to get a Kaiseki Chef to come to you house and cook for you and Miwa! :-)
    Thank you for your comments, Michael!

    Chef Tanigawa is the owner of Kyoto’s famed Kichisen Kaiseki restaurant.
    The whole story is here: how to make yudofu
    (Isn’t it great ?!?) :-)
    And much more about Kaiseki, the Kichisen Restaurant and Chef Tanigawa on KyotoFoodie!

    Amatō

    avatar 2010.01.16
    09:44

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